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Viaggio nel Colosseo – Magico fascino di un monumento

Viaggio nel Colosseo – Magico fascino di un monumento

6. Dezember 2018 - 3. März 2019
Roma - Museo dei Fori Imperiali nei Mercati di Traiano, Via IV Novembre 94
biglietti € 7,50 – 11,50

Die Ausstellung ist bis 3. März 2019 geöffnet.
Parallel zur Ausstellung gibt es eine Vortragsreihe rund um das Kolosseum: Programm. Die Vorträge finden jeweils um 16 Uhr statt.

Der österreichische Künstler Gerhard Gutruf zeigt im Museo dei Fori Imperiali in Rom in einer Einzelausstellung Werke, die exklusiv vom Kolosseum inspiriert sind: 32 Arbeiten in unterschiedlichen Techniken und verschiedenen Formaten, die in einen spannungsvollen Dialog mit den zweitausend Jahre alten Ausstellungsobjekten des Museums treten.

Seit seinem einjährigen Rom-Aufenthalt – Gutruf erhielt 1970 das begehrte Rom-Stipendium – studierte, zeichnete, druckte und malte er das Kolosseum. Für ihn ist es die vollkommenste Verkörperung Roms: es war funktionell, ist noch als Ruine großartig und Furcht erregend zugleich. Dabei werden auch innovative, modern anmutende Aspekte der römischen Antike ins Bewusstsein gerückt und Rom – mit dem Kolosseum als zentralem Monument – als eigentlicher Geburtsort europäischer Identität definiert.

Pressetext

Biografie

Gerhard Gutruf ist ein radikaler Einzelgänger der internationalen Kunstszene, der seine Vision einer sehr persönlichen neuen Klassizität dem Mainstream aktueller, oft schriller Kunstmarkt-Tendenzen entgegensetzt. Brigitte Borchhardt-Birbaumer schrieb im Katalog zur großen Peking-Ausstellung 2000: „In vielen Ländern ist Gutruf einer der wenigen zeitgenössischen bildenden Künstler aus unserem Land, die bekannt und von Bedeutung sind.“

Gutruf entwickelt seine Bildwelten im Spannungsfeld von utopischen Ideen und der Sucht nach den zentralen Motiven ausgewählter Meisterwerke europäischer Kunst. Seine kreative Methode ist jener von wissenschaftlich-strukturanalytischen Testreihen ähnlich – er arbeitet nebeneinander in unterschiedlichen Höhenlagen der Abstraktion, in vielen Techniken, an verschiedenen Themenkreisen: von der Studie vor der Natur über oft liebevoll ironische Variationen berühmter Bilder und Bauten bis hin zum bildnerischen Äquivalent raum-zeitlicher Problematiken. Seine Gemälde und Zeichnungen werden als virtuos und gleichzeitig puristisch charakterisiert.

Geboren 1944 in Nikitsch/Burgenland. 1966 Diplom für Malerei und Abgangspreis der Akademie der Bildenden Künste. 1970/71 lebte er dank eines Stipendiums in Rom. Seither unternimmt er jährlich Studienreisen nach Italien. 1974 Ausstellung im Kupferstichkabinett der Akademie der Bildenden Künste. 1976 präsentierte er sein Bild Hommage à Vermeer – eine Variation des Atelierbildes Die Malkunst von Johannes Vermeer – in der Galerie Würthle in Wien. Schon 1979 widmete ihm die Österreichische Galerie Belvedere Wien eine Personale. Eine seiner zahlreichen späteren Studienreisen führte Gutruf 1990 nach Mexiko. Anlässlich eines Atelierbesuches regte der damals 90-jährige Maler Rufino Tamayo eine Gutruf-Ausstellung in Mexiko-Stadt an, die 1993 im Museo Nacional de la Estampa realisiert wurde.

Nach weiteren Einzelausstellungen u. a. in Guadalajara, 1987 Kairo, 1997 Addis Abeba, Ljubljana, Bratislava, Ascona, Pretoria, im Museu da Electriciade in Lissabon, in Coimbra und Viseu wurde Gutruf vom Doyen der chinesischen Malerei Liu Xun eingeladen, im Jahr 2000 im International Yi Yuan Museum in Peking auszustellen. Die Schau wurde vom chinesischen Kulturminister Pan eröffnet. „The exhibition of Austrian painter Gutruf has unexpectedly fascinated Chinese painters and audience“ stellte Beijing Daily am 14. Juni 2000 fest.

Es folgten weitere Ausstellungen in der Schweiz, in Istanbul, in Tschechien, im Museo Municipal de Arte Contemporáneo in Madrid, in Kiew und im Ningbo Museum of Art in China. 2009 und 2010 zeigte er seine Werke in den Niederlanden, unter anderem im Vermeer-Centrum Delft im Mai 2010 als erste Einzelschau eines lebenden Künstlers. 2012 wurde Gutruf vom Bundeskanzleramt eingeladen, eine Auswahl seiner Arbeiten im Palais Porcia in Wien zu präsentieren. 2013 widmete er dem antiken Wahrzeichen Roms die Colosseo-Schau im Italienische Kulturinstitut in Wien. 2014 und 2015 realisierte Gutruf zwei Ausstellungen in Zürich, von November 2015 bis Jänner 2016 die umfangreiche Retrospektive Perspektiven im Europäischen Kulturzentrum Remagen in Deutschland. Im November 2016 fand die große Einzelschau Different Perspectives in der Zhejiang Saili Art Gallery in Hangzhou in China statt, derzeit läuft eine Ausstellung im Shanshui Pavillion in Ningbo in China.

Gutruf erhielt zahlreiche Auszeichnungen, u.a. den Preis des Wiener Kunstfonds, den Theodor Körner Preis, den Berufstitel Professor, das Österr. Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst, 2002 das Schaechter Scholarship für Advanced Studies New York und im September 2015 den Cavaliere dell´Ordine della Stella d´Italia.