
EDGAR ZILSEL: Forschung zur Wissenschafts- und der Philosophiegeschichte | Cristiano Barbieri
EDGAR ZILSEL: Forschung zur Wissenschafts- und der Philosophiegeschichte | Cristiano Barbieri
24. November 2026 | 19:00
Freier Eintritt nach Anmeldung: events.rom-kf@bmeia.gv.at
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Edgar Zilsel war einer der wichtigsten Protagonisten der österreichischen Kultur der 1920er und 30er Jahre. 1891 als Kind jüdischer Eltern geboren promovierte er 1915 an der Universität Wien. In seinen Werken beschäftigte er sich mit verschiedenen Disziplinen, darunter Philosophie, Geschichte und Soziologie. Zilsels philosophische Aktivität ist schwer einzuordnen, da er, obwohl er Gründungsmitglied des Wiener Kreises war, die neopositivistische Philosophie kritisierte und sich dem Marxismus annäherte. Er verfasste wesentliche Arbeiten zum Konzept des Geniebegriffs, zum politischen Denken sowie zur Geschichte der modernen Wissenschaft. Bekannt ist Zilsel vor allem für die berühmte „Zilsel-These“, der zufolge die Entstehung der modernen Wissenschaft aus der sozialen Interaktion zwischen Gelehrten und fähigen Handwerkern hervorging.
Das Buch von Cristiano Barbieri, “Edgar Zilsel: ricerche di storia della scienza e della filosofia” (Edgar Zilsel: Forschung zur Wissenschafts- und Philosophiegeschichte, erschienen auf Italienisch bei Edizioni Efesto, Roma 2025), ist die erste italienischsprachige kritische Auseinandersetzung mit der Person und dem Werk des Wiener Intellektuellen. Mit einem Vorwort von Prof. Paolo Savoia (Universität Bologna) und einer Einführung von Prof. Henrique Leitão (Universität Lissabon) gibt das Werk anhand theoretischer und biografischer Informationen Einblicke in die grundlegenden Themen und Überlegungen der Gedankenwelt Edgar Zilsels.
Cristiano Barbieri (1998): Nach der Matura an einem humanistischen Gymnasium und einem Bachelorstudium der Geschichte an der Universität Bologna (2021) folgte im Jahr 2023 der Abschluss in Geopolitik und globaler Sicherheit am Italienischen Institut für Internationale Politische Studien (ISPI) in Mailand. 2024 schloss Barbieri mit Auszeichnung das Masterstudium der Philosophie an der Universität Bologna ab. Er ist Autor zweier Monografien sowie diverser in wissenschaftlichen Fachzeitschriften publizierter Artikel. Seit Februar 2026 ist Barbieri wissenschaftlicher Mitarbeiter für Geschichte der politischen Lehren an der Universität Parma.
Praktische Infos
Freier Eintritt nach vorheriger Anmeldung, solange Plätze verfügbar sind: events.rom-kf@bmeia.gv.at