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Passo la parola … Lesungen in deutscher Sprache

DAS FLOSS DER MEDUSA | FRANZOBEL

DAS FLOSS DER MEDUSA | FRANZOBEL

15. Juni 2020 - 22. Juni 2020
#PassoLaParola #LibriSulSofà #AustriaKulturDigital

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Der österreichische Schriftsteller Franzobel liest aus seinem Roman “Das Floß der Medusa”, dessen italienische Übersetzung “La zattera della Medusa” durch Silvia Verdiani 2019 bei Il Saggiatore erschienen ist. Das Buch war 2017 in der Endauswahl des Deutschen Buchpreises, dem wichtigesten Preis für deutsprachige Literatur. In die Lesung führt Micaela Latini, Professorin für Ästhetik und Deutsche Kultur an der Universität Insubria in Como/Varese, ein.

Inhalt

Juli 1816: Vor der Westküste von Afrika entdeckt der Kapitän der Argus ein etwa zwanzig Meter langes Floß. Was er darauf sieht, lässt ihm das Blut in den Adern gefrieren: hohle Augen, ausgedörrte Lippen, Haare, starr vor Salz, verbrannte Haut voller Wunden und Blasen… Die ausgemergelten, nackten Gestalten sind die letzten 15 von ursprünglich 147 Menschen, die nach dem Untergang der Fregatte Medusa zwei Wochen auf offener See überlebt haben. Da es in den Rettungsbooten zu wenige Plätze gab, wurden sie einfach ausgesetzt. Diese historisch belegte Geschichte bildet die Folie für Franzobels epochalen Roman, der in den Kern des Menschlichen zielt. Wie hoch ist der Preis des Überlebens?

Franzobel, geboren 1967 in Vöcklabruck, erhielt u. a. den Ingeborg-Bachmann-Preis (1995), den Arthur-Schnitzler-Preis (2002) und den Nicolas-Born-Preis (2017). Bei Zsolnay erschienen zuletzt die Krimis Wiener Wunder (2014) und Groschens Grab (2015) sowie 2017 der Roman Das Floß der Medusa, für den er auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis stand und mit dem Bayerischen Buchpreis ausgezeichnet wurde. Zuletzt erschien 2019 der Krimi Rechtswalzer.

 

Die Lesung von Franzobel ist Teil des Lesungszyklus PASSO LA PAROLA – LESUNGEN IN DEUTSCHER SPRACHE in Kooperation mit dem Goethe-Institut Rom.