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Buchvorstellung und Gespräch

LEO SPITZER – UN PROFILO INTELLETTUALE | Riccardo Donati

LEO SPITZER – UN PROFILO INTELLETTUALE | Riccardo Donati

17. September 2026 | 19:00
Rom – MUSEO CASA DI GOETHE, Via del Corso 18
Eintritt frei

Leo Spitzer (1887–1960), einer der bedeutendsten Philologen und Literaturwissenschaftler des 20. Jahrhunderts, hat die Geisteswissenschaften mit einer Lesemethode nachhaltig geprägt, die das Zusammenspiel von Sprache, Stil, Geschichte und Kultur in den Mittelpunkt stellt. Der in Wien geborene Gelehrte, der nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten ins Exil gezwungen wurde und anschließend in Europa und den Vereinigten Staaten lehrte, verstand Philologie als Mittel des Dialogs zwischen den Kulturen und des Verständnisses des Menschlichen.

Der Band Leo Spitzer. Un profilo intellettuale schließt eine bedeutende Lücke in der italienischen Forschungsliteratur. Er zeichnet Spitzers fünfzigjährigen Weg als Wissenschaftler und Hochschullehrer nach und entwirft das Porträt eines außergewöhnlichen Gelehrten sowie eines europäischen Intellektuellen, dessen Denken bis heute nichts von seiner Aktualität verloren hat. Seine Arbeiten sind nach wie vor ein unverzichtbarer Bezugspunkt für die Literaturwissenschaft, die Komparatistik und interdisziplinäre Forschungsansätze.

 

Die Präsentation des Bandes Leo Spitzer. Un profilo intellettuale (Carocci, 2026) findet in Form von Gespräch zwischen dem Autor Riccardo Donati und dem Schriftsteller und Essayisten Guido Mazzoni in der Casa di Goethe statt. Die Veranstaltung bietet die Gelegenheit, eine Schlüsselfigur der europäischen Kultur des 20. Jahrhunderts wiederzuentdecken und über das Vermächtnis von Spitzers literaturwissenschaftlicher Methode zu reflektieren.

 

Riccardo Donati lehrt Italienische Literatur an der Scuola Superiore Meridionale und an der Università di Napoli Federico II. Seine Forschungsschwerpunkte liegen auf der italienischen sowie der euro-amerikanischen Literatur vom 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart. Zu seinen jüngsten Veröffentlichungen zählen Critica della trasparenza. Letteratura e mito architettonico (Rosenberg & Sellier, 2016), Apri gli occhi e resisti. Sull’opera in versi e in prosa di Antonella Anedda (Carocci, 2020), Il vampiro, la diva, il clown. Incarnazioni poetiche di spettri cinematografici (Quodlibet, 2022), Queste mie carte argute. Sei studi su Giuseppe Parini (Cesati, 2022) sowie Leo Spitzer. Un profilo intellettuale (Carocci, 2026). 2013 wurde ihm von der Accademia Nazionale dei Lincei der „Giuseppe Borgia“-Preis für seine Beiträge zur Lyrikforschung verliehen.

Guido Mazzoni veröffentlichte unter anderem die Gedichtbände I mondi (Donzelli, 2010; Premio Tirinnanzi) und La pura superficie (Donzelli, 2017; Premio Napoli und Premio Pagliarani), die literaturkritischen und literaturtheoretischen Studien Forma e solitudine (Marcos y Marcos, 2002), Sulla poesia moderna (Il Mulino, 2005), Teoria del romanzo (Il Mulino, 2011) und On Modern Poetry (Harvard University Press, 2022) sowie die Essays zu Politik und Gegenwartsgesellschaft I destini generali (Laterza, 2015) und Senza riparo. Sei tentativi di leggere il presente (Laterza, 2025). Darüber hinaus verfasste er die Einleitung zu den im Band Letteratura mondiale e metodo (Nottetempo, 2022) versammelten Essays von Erich Auerbach. Er lehrt Literatur an der Universität Siena.

 

Praktische Infos und Textquelle

Riccardo Donati: Leo Spitzer. Un profilo intellettuale – Casa di Goethe