
Hommage an Ingeborg Bachmann in vier Filmen
Hommage an Ingeborg Bachmann in vier Filmen
7. November 2026 - 14. November 2026
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Anlässlich des 100. Geburtstags von Ingeborg Bachmann widmet das Efebo d’Oro Film Festival der österreichischen Schriftstellerin eine filmische Hommage. Gezeigt werden Werke von Werner Schroeter, Michael Haneke und Ruth Beckermann, die sich auf eigenständige Weise mit Bachmanns Leben und Literatur auseinandersetzen. Ergänzt wird die Retrospektive durch Regina Schillings neuen Dokumentarfilm Ingeborg Bachmann – Jemand, der einmal ich war, der Archivaufnahmen mit der eindringlichen Präsenz der Schauspielerin Sandra Hüller verbindet.
Samstag 7. November | 18:00
MALINA
Werner Schroeter / AT, DE / 1991 / 125’
Ingeborg Bachmann meets Elfriede Jelinek meets Werner Schroeter: Eine radikale Mischung, die allerdings einen erstaunlich disziplinierten Film, ganz auf Isabelle Huppert zugeschnitten, ergibt: Eine namenlose Schriftstellerin lebt mit einem Mann namens Malina zusammen, eher eine Vernunft- denn eine Liebesgemeinschaft. Eines Tages trifft sie Ivan, an den sie Hals über Kopf ihr Herz verliert – und damit immer mehr zur Gefangenen ihrer Träume und Ängste wird. Georg Seeßlen: »Schroeters Kamera richtet sich unnachsichtig auf das Verfallen eines menschlichen Wesens, das durch einen absoluten Anspruch des Gefühls auf eine ebenso absolute Einsamkeit zurückgeworfen wird. (…) Ihr bleibt bloß ein Verschwinden, das nur der Tod sein kann.« (Florian Widegger, Filmarchiv Austria)
Dienstag 10. November | 22:30
DIE GETRÄUMTEN
Ruth Beckermann / AT / 2016 / 89’
Die dramatische, leidenschaftliche und zugleich unendlich traurige Liebesgeschichte zwischen Ingeborg Bachmann und Paul Celan beginnt 1948. Für Bachmann ist Celan die Liebe ihres Lebens, bleibt ihr jedoch stets ein Fremder. Während er als Jude aus Czernowitz den Holocaust erlebt und seine Eltern verloren hat, wächst Bachmann in Kärnten in einem nationalsozialistisch geprägten Umfeld auf. Liebe und Freundschaft, Zweifel und Distanz prägen ihre Beziehung bis zu Celans Suizid 1971 in Paris. Die österreichische Regisseurin Ruth Beckermann verdichtet diese Geschichte zu einem berührenden, theoretischen Melodram, das durch die Kraft der Worte eine ganze Welt entstehen lässt.
Mittwoch 11. November | 20:30
INGEBORG BACHMANN – JEMAND, DER EINMAL ICH WAR
Regina Schilling / DE, AT 2026 / 95’
Die Regisseurin begibt sich gemeinsam mit der Schauspielerin Sandra Hüller auf die Spuren der großen Schriftstellerin Ingeborg Bachmann, die fast zwanzig Jahre in Rom lebte. In einer imaginären Alltagsszene aus ihren letzten Lebenstagen taucht Hüller tief in Bachmanns Worte ein und verleiht ihnen eine intensive, eindringliche Präsenz. Aus improvisierten Szenen, Archivmaterial, Tagebüchern und Briefen entsteht das Porträt einer außergewöhnlichen Dichterin: geprägt von Krieg, literarischem Ruhm und schmerzhaften Liebesbeziehungen. Eine freie Frau, die sich jeder Kategorisierung entzog und zeitlebens darum rang, ihren eigenen Platz in der Welt zu finden
Samstag 14. November | 22:30
DREI WEGE ZUM SEE
Michael Haneke / AT, BRD / 1976 / 97’
Was ist eigentlich “Heimat”? Die internationale Star-Fotografin Elisabeth Matrei besucht ihren Vater für ein paar Tage in Klagenfurt. Lange Spaziergänge um den Wörthersee fördern ungelöste Konflikte zu Tage: von Kindheitserinnerungen bis hin zur unglücklichen Liebesbeziehung mit einem weiteren “Heimatlosen” aus altem Adelsgeschlecht. So wie sie den See nie zu erreichen scheint, scheint sie auch von einem selbstbestimmten Leben entfernt zu sein – es bleiben nur kurze Momente des Glücks. Haneke greift die Fragmentierung der Vorlage auf, übersetzt und steigert sie in seiner selten gezeigten Fernseharbeit und verknüpft sie mit seinem eigenen Lebensthema von der Welt, die aus den Fugen gerarten ist. (Florian Widegger, Filmarchiv Austria)
Praktische Infos
Ticketinformationen:
- 6,50 € – regulärer Eintritt
- 5,00 € – ermäßigter Eintritt
- 10,00 € – Tageskarte (regulär)
- 8,00 € – Tageskarte (ermäßigt)
- 35,00 € – Abonnement (regulär)
- 30,00 € – Abonnement (ermäßigt)
Die Ermäßigung gilt für folgende Personengruppen: Personen über 65 Jahre, Personen unter 25 Jahren, Studierende der Accademia di Belle Arti Palermo, des Centro Sperimentale di Cinematografia – Standort Sizilien sowie anderer Filmschulen, Studierende an Universitäten, Mitglieder des Goethe-Instituts und des Institut Français sowie Mitglieder der ANDE Palermo und des Soroptimist Palermo.