
SEMENTERYO | Melissa Peritore
SEMENTERYO | Melissa Peritore
12. Februar 2026 | 18:00
Eintritt frei
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Nach dem Erfolg beim Fotografia Calabria Festival 2025, präsentiert Melissa Peritore ihr Fotoprojekt in Rom. Die in Wien lebenden italienisch-philippinischen Fotografin erkundet in ihrer Arbeit die Welt der Friedhöfen philippinischer Großstädten und erzählt visuell die Geschichte des Manila North und South Cemetery.
«Das Fotoprojekt: „Sementeryo“ zeigt eine tiefgreifende Überschneidung von Leben und Tod in der eindrucksvollen Umgebung zweier Friedhöfe in Metro Manila (Philippinen): der Manila North und South Cemetery.
Die Fotografien von Melissa Peritore laden ein, den Friedhof nicht nur als einen Ort der Trauer zu betrachten, sondern auch als Zeugnis von Resilienz und Anpassung. Er wird so zu einem „Ort“ – einem Ort verwobener Geschichten – an dem das Leben in unerwarteten Formen besteht. Sie zeigen das Paradoxon einer Gemeinschaft, die im Schatten der Sterblichkeit gedeiht und laden ein, über die Fähigkeit des Menschen nachzudenken, sich selbst an den ungewöhnlichsten Orten anzupassen.
Sie fangen den Alltag derer ein, die sich dort aufhalten und stellen voreingenommene Meinungen über Ort und Funktion in Frage.
Das Phänomen der Menschen, die in den Friedhöfen philippinischer Großstädte leben, ist seit Jahrzenten eine komplexe und tief verwurzelte Realität. Die philippinischen Behörden haben mehrfach versucht, diese Gemeinschaften zu vertreiben, allerdings mit geringem Erfolg. Tatsächlich sind viele Familien zurückgekehrt, nachdem sie vertrieben wurden, aufgrund von fehlenden Wohnalternativen und der Sicherheit, die diese Orte im Vergleich zu den städtischen Slums bieten. Der Manila North Cemetery, einer der größten Friedhöfe der Metropole, beherbergt nicht nur eine Million Verstorbene, sondern ist auch ein Zufluchtsort für 6.000 Menschen: Viele Familien leben dort seit mehreren Generationen und haben innerhalb der Mauern einen eigenen Mikrokosmos geschaffen. Die Bewohner arbeiten oft als Wächter der Gräber und Mausoleen, errichten Grabsteine oder kümmern sich um die Bestattung der Toten. Sie haben eine informelle Wirtschaft geschaffen, um ihren Lebensunterhalt mit Lebensmittel- und Getränkekiosks und anderen kleinen Geschäften zu bestreiten.» (Fotografia Calabria Festival 2025)
Melissa Peritore, italienisch-philippinische, in Wien lebende Fotografin, kombiniert digitale, analoge und Collage-Fotografie um Erfahrungen zu erforschen und in visuelle Erzählungen zu verwandeln. Ausgebildet am Bauer Institut in Mailand, ausgestellt bei nationalen und internationalen Wettbewerben, unter anderem in Wien, Spanien, Norwegen, Italien und Großbritannien.
Die Ausstellung ist von Montag bis Freitag (9-17 Uhr) bis zum 31. März 2026 öffentlich zugänglich.