{"id":8206,"date":"2020-04-08T12:41:27","date_gmt":"2020-04-08T10:41:27","guid":{"rendered":"https:\/\/www.austriacult.roma.it\/?post_type=tribe_events&#038;p=8206"},"modified":"2022-11-15T12:12:16","modified_gmt":"2022-11-15T11:12:16","slug":"die-getraumten","status":"publish","type":"tribe_events","link":"https:\/\/www.austriacult.roma.it\/de\/veranstaltung\/die-getraumten\/","title":{"rendered":"DIE GETR\u00c4UMTEN | Ruth Beckermann"},"content":{"rendered":"<p><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Am 20. April 2020 j\u00e4hrt sich zum 50. Mal der Todestag des Schriftstellers <strong>Paul Celan<\/strong> (1920-1970). Aus diesem Anlass zeigen wir \u00fcber unsere Website den Film \u201eDie Getr\u00e4umten\u201c (2016, Regie Ruth Beckermann), dem der Briefwechsel zwischen den Schriftstellern <strong>Ingeborg Bachmann<\/strong> und <strong>Paul Celan<\/strong> zugrunde liegt. Der Film wurde als bester Spielfilm der Diagonale (Graz) 2016 ausgezeichnet.<\/p>\n<p><strong>Inhalt<\/strong><br \/>\nAnja Plaschg und Laurence Rupp, zwei junge Schauspieler, treffen sich im Tonstudio, um den fast 20-j\u00e4hrigen Briefwechsel von Ingeborg Bachmann und Paul Celan zu vertonen. Die beiden Schriftsteller, die zu den bedeutendsten Vertretern der deutschsprachigen Lyrik nach 1945 geh\u00f6ren, standen in einer engen Beziehung: F\u00fcr Bachmann war es die Liebe ihres Lebens und doch f\u00fcrchtete sie sich auch vor der schweren Vergangenheit Celans, der seine Eltern im Holocaust verloren hat. Die tiefen Gef\u00fchle, die in der Korrespondenz sichtbar werden, gehen auch auf die beiden Schauspieler \u00fcber und sie beginnen \u00fcber Liebe und Tod zu philosophieren.<\/p>\n<p><span style=\"color: #ff0000;\"> Video &#8211; Der Link ist abgelaufen<br \/>\n<\/span>89 min., dt, Originalversion mit italienischen Untertiteln. Abrufbar bis 18. Mai.<\/p>\n<p><strong>Ruth Beckermann (Regie)<\/strong><br \/>\nRuth Beckermann ist in Wien geboren, wo sie auch ihre Kindheit verbrachte. Nach dem Studium der Publizistik und Kunstgeschichte und Studienaufenthalten in Tel Aviv und New York promovierte sie 1977 an der Universit\u00e4t Wien. Sie arbeitete als Journalistin f\u00fcr verschiedene Zeitschriften in \u00d6sterreich und der Schweiz. 1978 gr\u00fcndete sie mit zwei Kollegen den Verleih filmladen, wo sie sieben Jahre t\u00e4tig war.<br \/>\nIn dieser Zeit entstanden ihre ersten Filme und B\u00fccher. Seit 1985 arbeitet Ruth Beckermann als freie Autorin und Filmschaffende. Der Film \u201eDie Getr\u00e4umten\u201c hatte auf internationalen Festivals besonders gro\u00dfen Erfolg. Bei der Diagonale 2016 wurde er als bester Spielfilm ausgezeichnet und gewann f\u00fcnf weitere Preise.<br \/>\nIm Jahr 2018 stellte Ruth Beckermann ihren neuesten Film &#8222;Waldheims Walzer&#8220; fertig und gewann unter anderem den Glash\u00fctte-Original Dokumentarfilmpreis der Internationalen Filmfestspiele Berlin.<\/p>\n<p><strong>Paul Celan<\/strong><br \/>\nPaul Celan wurde als Paul Antschel am 23. November 1920 als einziger Sohn deutschsprachiger, j\u00fcdischer Eltern im damals rum\u00e4nischen Czernowitz geboren. Nach dem Abitur 1938 begann Celan ein Medizinstudium in Frankreich, kehrte jedoch ein Jahr sp\u00e4ter nach Rum\u00e4nien zur\u00fcck, um dort Romanistik zu studieren. 1942 wurden Paul Celans Eltern deportiert. Im selben Herbst starb sein Vater in einem Lager an Typhus, seine Mutter wurde erschossen. Von 1942 bis 1944 musste Celan in verschiedenen rum\u00e4nischen Arbeitslagern Zwangsarbeit leisten. Von 1945 bis 1947 arbeitete er als Lektor und \u00dcbersetzer in Bukarest, wo auch erste Gedichte von Celan erschienen. Im Juli 1948 zog er von Wien aus nach Paris, wo der Dichter bis zu seinem Tod lebte. Dort lernte Celan 1951 die K\u00fcnstlerin Gis\u00e8le de Lestrange kennen, die er ein Jahr sp\u00e4ter heiratete. Ihr gemeinsamer Sohn Eric kam 1955 zur Welt. Im Fr\u00fchjahr 1970 nahm sich Celan in der Seine das Leben.<\/p>\n<p>Der Briefwechsel zwischen Paul Celan und Ingeborg Bachmann wurde unter dem Titel \u201c<a href=\"https:\/\/www.suhrkamp.de\/buecher\/herzzeit-ingeborg_bachmann_46115.html\">Herzzeit. Ingeborg Bachmann &#8211; Paul Celan. Der Briefwechsel<\/a>\u201d vom Suhrkamp Verlag herausgegeben. <a href=\"https:\/\/www.suhrkamp.de\/buecher\/herzzeit-ingeborg_bachmann_46115.html\">Leseprobe<\/a> <\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Am 20. April 2020 j\u00e4hrt sich zum 50. 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