{"id":7664,"date":"2020-01-07T10:36:03","date_gmt":"2020-01-07T09:36:03","guid":{"rendered":"https:\/\/www.austriacult.roma.it\/?post_type=tribe_events&#038;p=7664"},"modified":"2020-02-12T11:22:27","modified_gmt":"2020-02-12T10:22:27","slug":"lettera-da-una-sconoscuta-di-stefan-zweig","status":"publish","type":"tribe_events","link":"https:\/\/www.austriacult.roma.it\/de\/veranstaltung\/lettera-da-una-sconoscuta-di-stefan-zweig\/","title":{"rendered":"BRIEF EINER UNBEKANNTEN, von Stefan Zweig"},"content":{"rendered":"<p><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201cBrief einer Unbekannten&#8220;\u00a0ist eine kurze Novelle in Briefform des \u00f6sterreichischen Schriftstellers\u00a0Stefan Zweig, erstmals erschienen 1922.<\/p>\n<p>Die\u00a0Rahmenhandlung\u00a0beginnt damit, dass ein Schriftsteller nach einem Bergurlaub in seine Heimatstadt Wien zur\u00fcckkehrt. In seiner Post findet er einen langen Brief ohne Absender, in dem eine ihm unbekannte Frau ihr Leben schildert, das von der\u00a0unerwiderten Liebe\u00a0zu ihm bestimmt war.<\/p>\n<p>Als dreizehnj\u00e4hriges, einsames M\u00e4dchen verliebt sie sich unsterblich in den Lesenden, der mit ihr im gleichen Mietshaus lebt. Die Liebe dauert an, selbst als sie mit ihrer Mutter von Wien nach Innsbruck \u00fcbersiedelt. Mit 18 Jahren nutzt sie ihre erste M\u00f6glichkeit nach Wien zur\u00fcckzukehren, und sucht Tag f\u00fcr Tag das Haus des Schriftstellers auf, um ihn zu beobachten, bis er sie schlie\u00dflich anspricht. Er kann sich zwar nicht an sie erinnern, zeigt aber Interesse an ihr und l\u00e4dt sie zum Essen ein. Als er das M\u00e4dchen danach noch zu sich nach Hause bittet, verbringen sie die Nacht zusammen. Dies wiederholt sich noch zwei weitere Male, bis der Schriftsteller zu einer Reise aufbricht und sich nach seiner R\u00fcckkehr nicht mehr weiter nach ihr erkundigt.<\/p>\n<p>Aus den drei zusammen verbrachten N\u00e4chten entstammt ein gemeinsames Kind, das die mittlerweile zur Frau Gewordene allein gro\u00dfzieht. Um dem Sohn das Leben zu erm\u00f6glichen, das sie sich f\u00fcr ihn w\u00fcnscht, verdient sie sich ihr Geld als\u00a0Kurtisane\u00a0und hat verschiedene Beziehungen zu M\u00e4nnern der Wiener Oberschicht, die sie bezahlen. Einige Jahre sp\u00e4ter trifft sie in einem Nachtlokal wieder auf den Schriftsteller. Dieser hat schon von ihren Diensten geh\u00f6rt und bittet um eine Nacht gegen Geld. Sie willigt ein in der Hoffnung, dass er sie wiedererkennt. Doch als sie keinerlei Spuren von Erinnerung bei ihm findet, verl\u00e4sst sie am n\u00e4chsten Morgen ver\u00e4rgert und entt\u00e4uscht seine Wohnung. Als ihr Kind gestorben ist, verfasst sie einen Brief an den Schriftsteller, in dem sie ihm ihre Geschichte schildert. Sie deutet zum Schluss des Briefes an, dass sie wohl ebenfalls erkrankt sei. Den Brief werde er aber in jedem Fall erst nach ihrem Tode erhalten.<\/p>\n<p>Der Schriftsteller versucht, \u00fcberw\u00e4ltigt vom Inhalt des Briefes, die verschiedenen Begegnungen mit der Frau zu rekonstruieren, kann sich jedoch nur bruchst\u00fcckhaft (\u201ewie in einem Traum\u201c) erinnern.<\/p>\n<p><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201cBrief einer Unbekannten&#8220;\u00a0ist eine kurze Novelle in Briefform des \u00f6sterreichischen Schriftstellers\u00a0Stefan Zweig, erstmals erschienen 1922.<\/p>\n<p>Die\u00a0Rahmenhandlung\u00a0beginnt damit, dass ein Schriftsteller nach einem Bergurlaub in seine Heimatstadt Wien zur\u00fcckkehrt. 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