{"id":7598,"date":"2019-12-12T11:43:03","date_gmt":"2019-12-12T10:43:03","guid":{"rendered":"https:\/\/www.austriacult.roma.it\/?post_type=tribe_events&#038;p=7598"},"modified":"2021-01-25T10:25:07","modified_gmt":"2021-01-25T09:25:07","slug":"julius-madritsch-giusto-tra-le-nazioni","status":"publish","type":"tribe_events","link":"https:\/\/www.austriacult.roma.it\/de\/veranstaltung\/julius-madritsch-giusto-tra-le-nazioni\/","title":{"rendered":"\u201eJULIUS MADRITSCH \u2013 ein Gerechter unter den V\u00f6lkern\u201c"},"content":{"rendered":"<p><\/p>\n<p>Der Film von <strong>Piotr Szalsza<\/strong> portr\u00e4tiert die Lebensgeschichte des Wieners <strong>Julius Madritsch<\/strong>, der zwischen 1940 und 1944 in seinen Textilbetrieben im besetzten Polen an die tausend Juden besch\u00e4ftigte. Mit Hilfe \u00f6sterreichischer Mitstreiter gelang es ihm, hunderten Menschen das Leben zu retten. Julius Madritsch und seine \u00f6sterreichischen Helfer Raimund Titsch und Oswald Bouska wurden im Jahr 1964 von Yad Vashem mit der Medaille \u201eGerechter unter den V\u00f6lkern\u201c geehrt.<\/p>\n<p>Mit Einleitungsvortrag des Historikers <strong>Amedeo Osti Guerrazzi<\/strong> (Fondazione Museo della Shoah).<\/p>\n<p>Der Nazi-Gegner Julius Madritsch, ein Wiener Textilkaufmann, wurde nach seiner Einberufung zur Wehrmacht ins Generalgouvernement f\u00fcr die besetzten polnischen Gebiete versetzt und verwaltete in Krakau zwei &#8222;arisierte&#8220; Konfektionsbetriebe. Nach der Zwangsumsiedlung der j\u00fcdischen Bev\u00f6lkerung Krakaus in den Stadtteil Podg\u00f3rze im M\u00e4rz 1941 gestatteten die Besatzungsbeh\u00f6rden Madritsch die Errichtung eines Textilbetriebs im Ghetto selbst; sp\u00e4ter kam noch eine Filiale in der \u00f6stlich von Krakau gelegenen Stadt Tarn\u00f3w dazu, in der Madritsch ebenfalls Juden und J\u00fcdinnen besch\u00e4ftigte, darunter MusikerInnen und SchauspielerInnen, die von der Textilarbeit keine Ahnung hatten, deren Arbeitspensum aber von den \u00dcbrigen erledigt wurde. Hunderten Menschen konnte er so das Leben retten. Er sorgte f\u00fcr humane Arbeitsbedingungen sowie erh\u00f6hte Nahrungsmittelrationen f\u00fcr die j\u00fcdischen ZwangsarbeiterInnen, erm\u00f6glichte einigen von ihnen die Flucht aus dem Krakauer Ghetto und schmuggelte Nahrung hinein. Seine wichtigsten Helfer waren Raimund Titsch (Leiter der Filiale in Tarn\u00f3w) und der SS-Mann Oswald Bouska, Leiter der Wache des Ghettos, sowie der polnische Arbeiter Roman Zbroja, Fu\u00dfballer im Verein &#8222;Cracovia&#8220;. Als 1942 die Kinder der in Madritschs Betrieben eingesetzten Arbeiterinnen nach Auschwitz deportiert werden sollten, gelang es, viele von ihnen in S\u00e4cken zu verstecken und mit Bouskas Hilfe aus dem Ghetto zu schmuggeln. Bouska wurde enttarnt, von einem SS-Gericht zum Tode verurteilt und im KZ Gro\u00df-Rosen ermordet. <br \/>\nWeitere Infos zu Julius Madritsch (Englisch): <a href=\"https:\/\/www.yadvashem.org\/yv\/pdf-drupal\/en\/education\/jewish_world\/righteous-3.pdf\">https:\/\/www.yadvashem.org\/yv\/pdf-drupal\/en\/education\/jewish_world\/righteous-3.pdf<\/a><\/p>\n<p><strong>\u201eJULIUS MADRITSCH \u2013 ein Gerechter unter den V\u00f6lkern\u201c<\/strong> (AT 2018, 70\u2019)<\/p>\n<p>Drehbuch und Regie: Piotr Szalsza<br \/>\nKamera: Mieczys\u0142aw Chudzik<br \/>\nMusik: Zbigniew Bargielski<br \/>\nProduktion: Wiener-Krakauer Kultur Gesellschaft<\/p>\n<p>Produziert mit Unterst\u00fctzung des \u00d6sterreichischen Kanzleramts, des Au\u00dfenministeriums und des polnischen Kulturministeriums.<\/p>\n<p><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<\/p>\n<p>Der Film von Piotr Szalsza portr\u00e4tiert die Lebensgeschichte des Wieners Julius Madritsch, der zwischen 1940 und 1944 in seinen Textilbetrieben im besetzten Polen an die tausend Juden besch\u00e4ftigte. 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Julius Madritsch und seine \u00f6sterreichischen Helfer Raimund Titsch und Oswald Bouska wurden im Jahr 1964 von Yad Vashem mit der Medaille \u201eGerechter unter den V\u00f6lkern\u201c geehrt.<\/p>\n<p>Mit Einleitungsvortrag des Historikers Amedeo Osti Guerrazzi (Fondazione Museo della Shoah).<\/p>\n<p>Der Nazi-Gegner Julius Madritsch, [&#8230;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":7637,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"tags":[],"tribe_events_cat":[8],"class_list":["post-7598","tribe_events","type-tribe_events","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","tribe_events_cat-kino","cat_kino"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.austriacult.roma.it\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tribe_events\/7598","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.austriacult.roma.it\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tribe_events"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.austriacult.roma.it\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/tribe_events"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.austriacult.roma.it\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.austriacult.roma.it\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=7598"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.austriacult.roma.it\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tribe_events\/7598\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.austriacult.roma.it\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/7637"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.austriacult.roma.it\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=7598"}],"wp:term":[{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.austriacult.roma.it\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=7598"},{"taxonomy":"tribe_events_cat","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.austriacult.roma.it\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tribe_events_cat?post=7598"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}