{"id":6696,"date":"2019-09-04T09:20:47","date_gmt":"2019-09-04T07:20:47","guid":{"rendered":"https:\/\/www.austriacult.roma.it\/?post_type=tribe_events&#038;p=6696"},"modified":"2019-09-04T14:42:34","modified_gmt":"2019-09-04T12:42:34","slug":"la-scia-sottile-di-santa-caterina-dalessandria-sequenza-iii-sequitur_caleidoscopia-ext","status":"publish","type":"tribe_events","link":"https:\/\/www.austriacult.roma.it\/de\/veranstaltung\/la-scia-sottile-di-santa-caterina-dalessandria-sequenza-iii-sequitur_caleidoscopia-ext\/","title":{"rendered":"LA SCIA SOTTILE DI SANTA CATERINA D\u2019ALESSANDRIA SEQUENZA III | SEQUITUR_CALEIDOSCOPIA EXT."},"content":{"rendered":"<p><\/p>\n<p><strong>SEQUENZA III | Luciano Berio<br \/>\n<\/strong><strong>per voce <\/strong><strong>\u00a0(1965)<br \/>\n<\/strong><strong>Salome Kammer<\/strong>, Gesang<\/p>\n<p>\u00abDie Stimme bringt immer einen Exzess an Konnotationen hervor, vom \u00e4rgsten L\u00e4rm bis zum feinsten Gesang. Die Stimme dr\u00fcckt immer etwas aus und verweist auf etwas anderes, sie schafft ein breites Feld an Assoziationen. In <strong>Sequenza III <\/strong>habe ich versucht, viele Aspekte der t\u00e4glichen Stimmausdrucks musikalisch einzubeziehen, auch des ganz gew\u00f6hnlichen, ohne allerdings deswegen auf Zwischenformen und auf wirklichen Gesang zu verzichten.\u00a0<\/p>\n<figure id=\"attachment_6714\" aria-describedby=\"caption-attachment-6714\" style=\"width: 136px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/www.austriacult.roma.it\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/Salome_Kammer-2_CR-Christoph-Hellhake_klein.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-6714\" src=\"https:\/\/www.austriacult.roma.it\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/Salome_Kammer-2_CR-Christoph-Hellhake_klein.jpg\" alt=\"\" width=\"136\" height=\"178\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-6714\" class=\"wp-caption-text\">Salome Kammer \u00a9 Christoph Hellhake<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Sequenza III <\/strong>legt den Fokus auf den klanglichen Symbolismus der stimmlichen und manchmal visuellen Ausdrucksweisen, auf die &#8222;Bedeutungsschatten&#8220;, die sie begleiten, auf die Assoziationen und die Konflikte, die sie aufwerfen. Aus diesem Grund kann <strong>Sequenza III <\/strong>auch als Essay in musikalischer Dramaturgie interpretiert werden, deren Geschichte in gewissem Sinn in der Beziehung zwischen dem Interpreten und seiner eigenen Stimme betrachtet werden kann.&#8220;\u00a0 (Luciano Berio)\u00a0<br \/>\n<strong>Sequenza III <\/strong>wurde 1965 f\u00fcr Cathy Berberian komponiert.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ein kurzer Text von Markus Kutter f\u00fcr <strong>Sequenza III<\/strong>:<\/p>\n<p><em>Give me a few words for a woman<br \/>\nto sing a truth allowing us<br \/>\nto build a house without worrying before night comes<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>SEQUITUR_CALEIDOSCOPIA EXT.<br \/>\n<\/strong>Tanzperformance mit Visuals und Live-Electronics<\/p>\n<p><strong>Andrea Nagl<\/strong>, Choreografie und Tanz<br \/>\n<strong>Monocolor (Marian Essl)<\/strong>, Visuals<br \/>\n<strong>Rafa\u0142 Zalech<\/strong>, Viola und Live-Elektronik<br \/>\n<strong>Karlheinz Essl<\/strong>, Komposition<\/p>\n<p><strong>Sequitur<\/strong> von <strong>Karlheinz Essl<\/strong> (komponiert 2008-10) ist ein 14-teiliger Zyklus f\u00fcr Soloinstrumente und Live-Elektronik. Er kn\u00fcpft an die ber\u00fchmten <strong>Sequenze<\/strong> von <strong>Luciano Berio<\/strong> an, wo einzelne Instrumente mit all ihren klanglichen M\u00f6glichkeiten virtuos in Szene gesetzt werden.<\/p>\n<p>In seinem Werk erweitert Essl diesen Ansatz, in dem er Live-Elektronik und ein Solo-Instrument ins Spiel bringt: der auskomponierte Instrumentalteil wird vom Spieler bei der Auff\u00fchrung live in ein eigens daf\u00fcr geschaffenes Computerprogramm eingespielt, das wiederum einen von der Live-Interpretation abh\u00e4ngigen elektronischen Kontrapunkt generiert.<\/p>\n<p>Der Instrumentalist tritt in unserem Fall dadurch in ein komplexes Beziehungsgef\u00fcge, als er selbst es ist, der den Computer bedient.<\/p>\n<p>In gedanklicher und emotionaler Fortf\u00fchrung dieses Konzepts, agieren der Medienk\u00fcnstler <strong>Marian Essl<\/strong> mit seinen <strong>Visualisationen<\/strong> zum St\u00fcck und <strong>T\u00e4nzerin Andrea Nagl<\/strong>.<\/p>\n<p>Die vorliegende Version von Essls Sequitur IIIB und IVB (<strong>Sequitur_caleidoscopia ext.<\/strong>) aus dem Jahr 2019 von Andrea Nagl \u201ekomponiert\u201c bzw. choreographiert entstand, so Andrea Nagl, aus der inneren Notwendigkeit, ihr musikalisches Erleben bei der Rezeption neuer, atonaler Musik auf ihr Medium, den Tanz, und die Choreographie zu \u00fcbertragen.<\/p>\n<p>Daraus entstand <em>ein Repertoire an getanzten Gesten und Artikulationen, das in die musikalische Struktur kaleidoskopartig eingeschrieben wird<\/em>.<\/p>\n<p>Der tanzende K\u00f6rper agiert gleichsam als weitere Stimme oder Klangspur: Bewegung wird als Musik gedacht, Musik als Bewegung, beide verschr\u00e4nken sich zu einer plastischen Skulptur im Raum.<\/p>\n<p>In <strong>Sequitur_caleidoscopia ext.<\/strong> entspricht das Verh\u00e4ltnis des tanzenden K\u00f6rpers zur digitalen Verschiebung mittels graphischer Visualisationen jenem der der elektronischen Auff\u00e4cherung der Viola durch die im Moment generierten Kl\u00e4nge aus dem Computer.<\/p>\n<p>So entsteht ein Kaleidoskop aus akustischer und visueller Information. Bewegung, Klang und Bild schreiben sich in die gegenseitigen Zwischenr\u00e4ume ein, \u00f6ffnen einander Freir\u00e4ume der Kommunikation und erschaffen ein Ganzes, das weit mehr ist als die Summe seiner Einzelteile.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Biografien<\/strong><\/p>\n<p><strong>Andrea Nagl<br \/>\n<\/strong>Geboren 1975 in Wien, arbeitet als freischaffende Ta\u0308nzerin, Pa\u0308dagogin und Choreografin in Wien. Somatic Researcher und Cranial Sacral Practitioner. Tanzausbildung mit Schwerpunkt zeitgen\u00f6ssischer Tanz in Wien, M\u00fcnchen, K\u00f6ln, New York. Besonderer Fokus auf Zug\u00e4nge von Release Techniken und somatischem Lernen. Studium der Publizistik- und Kommunikationswissenschaft sowie der Theaterwissenschaft in Wien.<br \/>\nUnter anderem setzt sich Nagl intensiv mit dem Medium Video in f\u00fcr sie relevantem Kontext auseinander und besch\u00e4ftigt sich in ihrer Arbeit mit Fragen um Natur-Zerst\u00f6rung, Mensch-Lebewesen-Maschine, Erinnerung-Gehirn-Identit\u00e4t. Sie ist Tanzp\u00e4dagogin f\u00fcr Profis und Laien sowie auf Trainingsplattformen.<\/p>\n<p><strong>Rafa\u0142 Zalech<br \/>\n<\/strong>Geboren 1988 in Breslau, Polen. Er studierte Bratsche und Komposition an der Musikuniversit\u00e4t Wien, der Yale University (USA) und in Breslau.\u00a0 Zalech arbeitet vor allem im Bereich der Neuen Musik mit namhaften Komponisten der Gegenwart. Als Komponist-Erfinder entwickelt er Sensortechniken f\u00fcr klassische Instrumente, mit dem Ziel einer k\u00fcnstlerischen Interaktion zwischen seinem Instrument und elektronischen Medien. Er tritt als Kammermusiker und Solist bei den weltweit wichtigsten Festivals f\u00fcr Neue Musik auf und ist Mitglied renommierter Orchester.<\/p>\n<p><strong>Marian Essl<\/strong><br \/>\nMonocolor alias Marian Essl erforscht die Zusammenh\u00e4nge zwischen Klang und Bild, sowie Licht und Raum, mit dem Ziel audio-visuelle Realit\u00e4ten zu schaffen, die alle Sinne ansprechen. <br \/>\nEssl studierte Medientechnologie und Experimentelle Medienk\u00fcnste, und absolviert derzeit das Studium f\u00fcr Medien- und digitale Kunst an der Universit\u00e4t f\u00fcr Angewandte Kunst in Wien.<\/p>\n<p><strong>Karlheinz Essl<\/strong><br \/>\nGeboren 1960 in Wien, Studium der Musikwissenschaften und Kunstgeschichte an der Universit\u00e4t Wien sowie Komposition bei Friedrich Cerha und elektro-akustische Musik bei Dieter Kaufmann. Neben seiner Arbeit als Komponist, Medienk\u00fcnstler, Elektronik-Performer und Kompositionslehrer an der Wiener Musikuniversit\u00e4t entwickelt Essl generative Kompositionssoftware, Improvisationskonzepte, Klanginstallationen, Performances sowie Internet-Projekte und tritt als Improvisator und Live-Performer mit selbstentwickelten computerbasierten Instrumenten auf.<\/p>\n<p><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<\/p>\n<p>SEQUENZA III | Luciano Berio<br \/>\nper voce \u00a0(1965)<br \/>\nSalome Kammer, Gesang<\/p>\n<p>\u00abDie Stimme bringt immer einen Exzess an Konnotationen hervor, vom \u00e4rgsten L\u00e4rm bis zum feinsten Gesang. Die Stimme dr\u00fcckt immer etwas aus und verweist auf etwas anderes, sie schafft ein breites Feld an Assoziationen. 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