{"id":6166,"date":"2019-04-18T11:35:20","date_gmt":"2019-04-18T09:35:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.austriacult.roma.it\/de\/?post_type=tribe_events&#038;p=6166"},"modified":"2019-05-29T15:23:04","modified_gmt":"2019-05-29T13:23:04","slug":"tributo-a-thomas-bernhard-dialoghi-1989-2019","status":"publish","type":"tribe_events","link":"https:\/\/www.austriacult.roma.it\/de\/veranstaltung\/tributo-a-thomas-bernhard-dialoghi-1989-2019\/","title":{"rendered":"TRIBUT AN THOMAS BERNHARD \u2013 Dialoge 1989-2019"},"content":{"rendered":"<p><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">30 Jahre nach seinem Tod besch\u00e4ftigt sich diese Veranstaltung mit dem gro\u00dfen Thomas Bernhard und wendet sich dabei nicht nur an Fachleute, sondern an alle, die den \u00f6sterreichischen Schriftsteller besser kennen lernen m\u00f6chten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Veranstaltung wird von Paolo Massari organisiert und vom Literaturkritiker Franz Haas moderiert, wobei die Verbindung Bernhard-Italien im Mittelpunkt steht. Es sprechen unter anderem der \u00dcbersetzer Samir Thabet und die Regisseurin Monica Giovinazzi sowie die Bernhard-Kenner Stefano Apostolo, Micaela Latini und Paolo Massari, die die Aspekte Kunst, Prosa, Lyrik, Musik und Theater beleuchten. Einer der H\u00f6hepunkte der Veranstaltung wird eine von Monica Giovinazzi kuratierte Performance sein.\u00a0<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #ff0000;\"><a style=\"color: #ff0000;\" href=\"https:\/\/www.austriacult.roma.it\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/locandina-bernhard.pdf\"><u>Plakat<\/u><\/a><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Biografie<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Thomas Bernhard<\/strong> (Heerlen 1931 &#8211; Gmunden 1989) begann seine schriftstellerische Laufbahn 1957 mit dem Gedichtband <em>Auf der Erde und in der H\u00f6lle<\/em> (1957) und fand schlie\u00dflich seinen unverwechselbaren Stil in der Prosa, innerhalb dieser bevorzugt in den Gattungen Roman und Erz\u00e4hlung, und im Drama. In den oft verschachtelten S\u00e4tzen seiner Monologe, seiner Theaterfiguren und den Gedanken seiner Ich-Erz\u00e4hler wie in den Prosatexten <em>Frost<\/em>\u00a0(1963),\u00a0<em>Amras<\/em>\u00a0(1964),\u00a0<em>Verst\u00f6rung <\/em>(1967),\u00a0<em>Das Kalkwerk<\/em>\u00a0(197o),\u00a0<em>Korrektur<\/em> (1975) und <em>Der Stimmenimitator<\/em> (1978) kommen seine &#8218;Erregungen&#8216;, seine innere Wut, die Ausdruck erlittener Verletzungen und Entt\u00e4uschungen sind, immer wieder zum Vorschein.\u00a0<br \/>\nEin besonderes stilistisches Merkmal von Bernhards Prosa ist eine Technik der Steigerung und der \u00dcbertreibung, was jeweils sehr kunstvoll durch eine Wiederholungstechnik orchestriert wird, in der zum einen bestimmte Themen, Versatzst\u00fccke und abf\u00e4llige Bezeichnungen mit hoher Frequenz wiederholt (aber immer auch leicht variiert) und dabei immer weiter gesteigert werden.\u00a0<br \/>\nBernhard provozierte vor allem in seiner \u00f6sterreichischen Heimat immer wieder heftige Kritik, viele seiner Auff\u00fchrungen wurden von \u00f6ffentlichen Debatten \u00fcberschattet, die Politik, Boulevardpresse und Kunstbetrieb gleicherma\u00dfen in Atem hielten. Die in seinen Texten beschriebene Abneigung gegen\u00fcber \u00d6sterreich l\u00f6ste regelm\u00e4\u00dfig heftige Gegenreaktionen aus &#8211; vor allem\u00a0der 1984 ver\u00f6ffentlichte Roman <i>Holzf\u00e4llen<\/i> sowie\u00a0 das Drama\u00a0<i>Heldenplatz<\/i>, das er zum 50. Jahrestag des\u00a0\u201eAnschlusses\u201c \u00d6sterreichs\u00a0an NS-Deutschland geschrieben hatte.<br \/>\nZum letzten Mal sorgte Bernhard nach seinem Tod im Februar 1989 mit seinem Testament f\u00fcr Aufregung, in dem er ein allgemeines Auff\u00fchrungs- und Publikationsverbot aller seiner Werke innerhalb der Grenzen \u00d6sterreichs verf\u00fcgt hatte. Dieses wurde mit der Gr\u00fcndung der Thomas Bernhard-Privatstiftung aufgehoben.\u00a0<\/p>\n<p><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">30 Jahre nach seinem Tod besch\u00e4ftigt sich diese Veranstaltung mit dem gro\u00dfen Thomas Bernhard und wendet sich dabei nicht nur an Fachleute, sondern an alle, die den \u00f6sterreichischen Schriftsteller besser kennen lernen m\u00f6chten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Veranstaltung wird von Paolo Massari organisiert und vom Literaturkritiker Franz Haas moderiert, wobei die Verbindung Bernhard-Italien im Mittelpunkt steht. 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