{"id":27555,"date":"2026-10-12T12:33:10","date_gmt":"2026-10-12T10:33:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.austriacult.roma.it\/?post_type=tribe_events&#038;p=27555"},"modified":"2026-10-15T13:21:03","modified_gmt":"2026-10-15T11:21:03","slug":"saranno-i-fragili-a-salvare-il-mondo-carla-lorenz-nanar-vorperian-ara-e-suren-vorperian-smith-daniel-turcheschi","status":"publish","type":"tribe_events","link":"https:\/\/www.austriacult.roma.it\/de\/veranstaltung\/saranno-i-fragili-a-salvare-il-mondo-carla-lorenz-nanar-vorperian-ara-und-suren-vorperian-smith-daniel-turcheschi\/","title":{"rendered":"SARANNO I FRAGILI A SALVARE IL MONDO | Carla Lorenz, Nanar Vorperian, Ara und Suren Vorperian-Smith, Daniel Turcheschi"},"content":{"rendered":"<p><\/p>\n<p>Carla Lorenz wie Nanar Vorperian betrachten die Welt mit den Augen jener, die die Seite der \u201cSchwachen\u201d als die ihre w\u00e4hlten.\u00a0<\/p>\n<p>Und darin stark sind.<\/p>\n<p>\u201cEs werden die Schwachen sein, die die Welt retten werden\u201d, so sagte Don Marco Belleri.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ausz\u00fcge aus dem Text \u201cSTARKE L\u00c4MMER\u201dvon Carla Lorenz, sowie Gedichte und der Kurzfilm \u201cSHADOWBOY\u201d (animierte Bilder und Texte des gleichnamigen Kinderbuchs mit Zeichnungen von Jono Nussbaum) der armenischen Dichterin und Musikerin Nanar Vorperian, sowie armenische, selbstkomponierte und andere Musik von Nanar Vorperian (Gesang), Ara &amp; Suren Vorperian (Piano &amp; Gitarre), Daniel Turcheschi (Schlagzeug).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Carla Lorenz<\/strong>, 2001 in Wien geboren, ist Autorin von Lyrik, Prosa und H\u00f6rst\u00fccken.<\/p>\n<p>Sie besuchte das Kolleg f\u00fcr Multimedia an der Graphischen Wien und studierte Literarisches Schreiben am Deutschen Literaturinstitut Leipzig.<\/p>\n<p>Ihr Deb\u00fct erscheint im kommenden Jahr beim Verlag Matthes&amp;Seitz, Berlin.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Nanar Vorperian<\/strong>, eine armenische Poetin, S\u00e4ngerin und Komponistin, ist geboren in Addis Abbeba, \u00c4thiopien, und sp\u00e4ter wohnhaft in London.<\/p>\n<p>Sie studierte Theater und Gesang. Fr\u00fch trat sie in zahlreichen Konstellationen auf &#8211; und unterrichtet Schauspiel, Medien, englische Sprache und Literatur.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Ara und Suren Vorperian-Smith<\/strong> wurden 2011 in Camden, London, geboren. Als Autodidakten brachten sie sich selbst das Lesen sowie das Spielen ihrer Hauptinstrumente &#8211; Klavier und Gitarre &#8211; bei.<\/p>\n<p>Im Sommer 2026 waren sie\u00a0die j\u00fcngsten Teilnehmer ihrer Gruppe, die f\u00fcr das Sommerprogramm der Berklee College of Music\/Umbria Jazz Clinic f\u00fcr Klavier in Perugia 2026 angenommen wurden.<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Daniel Turcheschi<\/strong>, 1999 in Siena geboren, entdeckt bereits in jungen Jahren seine Leidenschaft f\u00fcr die Musik \u2013 insbesondere f\u00fcr das Schlagzeug \u2013, die er von seinem Vater geerbt hat. So beginnt er, sich intensiv mit Musik zu besch\u00e4ftigen und Schlagzeug zu lernen.<\/p>\n<p>Derzeit studiert er an der Siena Jazz University und tritt in verschiedenen Besetzungen auf \u2013 sowohl als Solist als auch in gro\u00dfen Bands. Dabei entwickelt und verfolgt er kontinuierlich seine eigene musikalische Vision und seinen pers\u00f6nlichen Ansatz zum Instrument.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>\u00a0<\/em><\/p>\n<p><span style=\"color: #ff0000;\"><em>Praktische Infos<\/em><\/span><\/p>\n<p>Freier Eintritt nach vorheriger Anmeldung, solange Pl\u00e4tze verf\u00fcgbar sind: <span style=\"text-decoration: underline;\"><span style=\"color: #0000ff;\"><a style=\"color: #0000ff; text-decoration: underline;\" href=\"mailto:events.rom-kf@bmeia.gv.at\">events.rom-kf@bmeia.gv.at<\/a><\/span><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"color: #ff0000;\"><em>Interview Carla Lorenz<\/em><\/span><\/p>\n<p><strong>In <em>starke L\u00e4mmer<\/em> treffen Prosa und Lyrik aufeinander, Allt\u00e4gliches und sehr poetische Bilder. Wie findest du die Form, in der eine Geschichte erz\u00e4hlt werden muss \u2013 und wann wei\u00dft du: Genau so muss dieser Satz stehen?<\/strong><\/p>\n<p>Die Form ist f\u00fcr mich das Wesentliche. Ich wei\u00df: g\u00e4be es diese Form nicht, g\u00e4be es diesen Text nicht. Ich w\u00fcrde sogar so weit gehen, zu sagen, dass die &#8222;Geschichte&#8220; der Form entspricht, also durch die Form durchscheint.<\/p>\n<p>Die Weise, wie der Text lautet \u2013 <em>sich zusammensetzt <\/em>w\u00e4re mir zu technisch, ich betrachte Text als etwas Lebendiges \u2013, ist eben eine Mischung. Auch aus zwei sich vermeintlich widersprechenden Haltungen: Kalk\u00fcl und Unbewusstsein. F\u00fcr mich gilt: Jeder Satz muss mit Freude ahnen, warum er so steht, wie er steht.<\/p>\n<p><strong>\u201eDa ist ein Zaun!\u201c \u2013 ein Satz, der in deinem Text immer wiederkehrt. Wenn du beim Schreiben selbst vor einem Zaun stehst: Was machst du \u2013 dr\u00fcber, drumherum oder einfach weiter? <\/strong><\/p>\n<p>Ich glaube schon an Z\u00e4une, aber was ist ein Zaun, wenn man ihn von Nahem anschaut. Es ist beides ein Genuss: Sich n\u00e4hern, mit den Dingen verschmelzen, sie sich einverleiben. Oder auf Abstand gehen und sie benennen. Aus der Ferne ist es f\u00fcr mich einfacher, den Dingen Namen zu geben.<\/p>\n<p>&#8222;Da ist ein Zaun!&#8220; ist ein Satz, der aus einiger Entfernung zum Zaun f\u00e4llt. Ich w\u00fcrde den so nicht sagen, k\u00e4me ich ihm wirklich nahe. Beides soll m\u00f6glich sein im Text. Wenn ich also vor einem Zaun stehe, will ich das entweder als Anlass sehen, ihn zu benennen. Oder n\u00e4her kommen und das, was ich gerade noch sagte und sah, verschwinden sehen.<\/p>\n<p><strong>Was bedeutet es f\u00fcr dich, beim Schreiben eine Form zu suchen \u2013 und sie gleichzeitig wieder infrage zu stellen? Deine Instagram-Bio lautet \u201eKlettern ist auch nur Bouldern\u201c. Magst du S\u00e4tze, die sich erst einmal wie eine Feststellung anh\u00f6ren und bei n\u00e4herem Hinsehen ins Wanken geraten?<\/strong><\/p>\n<p>Die ehrliche Antwort ist, ich mag einfach gerne S\u00e4tze. Einzelne S\u00e4tze haben f\u00fcr mich eine gro\u00dfe Magie. \u00dcber Klettern und Bouldern habe ich weiter nichts zu erz\u00e4hlen, aber ich habe zumindest diesen Satz.<\/p>\n<p><strong>Das Ich in <em>starke L\u00e4mmer<\/em> ist gleichzeitig Beobachterin und Betroffene. Wie verh\u00e4lt sich diese doppelte Perspektive zueinander?<\/strong><\/p>\n<p>Es ist ein Ringen. In gro\u00dfen Worten k\u00f6nnte man sagen: Das Ich m\u00f6chte andauernd die Zeit anhalten. Wie soll das sonst funktionieren mit dem Beobachten und zugleich Betroffen sein. Das Ich versucht, sich gegen die Zeit aufzulehnen, man k\u00f6nnte sagen, es verh\u00e4lt sich recht rabiat gegen\u00fcber der Zeit. Es will das ordentliche Nacheinander nicht annehmen oder zumindest nicht glauben. Es liegt vielleicht eine Traurigkeit in so einem aussichtslosen Versuch, aber es ist ein Versuch, und das z\u00e4hlt. Sonst w\u00fcrde ja nichts dastehen!<\/p>\n<p><strong>Du hast \u00fcber deine Lesungen gesagt: \u201eIch liebe meine Zuh\u00f6rer:innen, weil sie mir zuh\u00f6ren. Darum mache ich ihnen eine gute Zeit.\u201c Was m\u00f6chtest du, dass das Publikum nach einer Lesung von <em>starke L\u00e4mmer<\/em> mitnimmt \u2013 einen Gedanken, ein Bild oder vielleicht einfach ein Gef\u00fchl?<\/strong><\/p>\n<p>Ich selbst schulde dem Text beim Vorlesen meine volle Konzentration und Aufmerksamkeit. Was dann weiter im Raum passiert, nehme ich, wie es kommt. Aber es ist ja m\u00f6glich: ein abseitiges und unerwartetes Bild wirkt, auch ohne <em>Vorbereitung, <\/em>auf andere Menschen ein. Allein im Moment der Lesung. Das muss dann auch nicht zwingend mitgenommen werden. Es reicht schon w\u00e4hrend des Zuh\u00f6rens. Dass sich der Text, nachdem er vor dem \u2013 jetzt haben wir ihn wieder \u2013 Zaun des Verstandes angekommen ist, zusammenzieht und auf der anderen Seite in neuer Form hervorkommt. So stelle ich mir das vor.<\/p>\n<p><em>Das Gespr\u00e4ch f\u00fchrte Maximilian Molzer<\/em><\/p>\n<p><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<\/p>\n<p>Carla Lorenz wie Nanar Vorperian betrachten die Welt mit den Augen jener, die die Seite der \u201cSchwachen\u201d als die ihre w\u00e4hlten.\u00a0<\/p>\n<p>Und darin stark sind.<\/p>\n<p>\u201cEs werden die Schwachen sein, die die Welt retten werden\u201d, so sagte Don Marco Belleri.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ausz\u00fcge aus dem Text \u201cSTARKE L\u00c4MMER\u201dvon Carla Lorenz, sowie Gedichte und der Kurzfilm \u201cSHADOWBOY\u201d (animierte Bilder und Texte des gleichnamigen Kinderbuchs mit Zeichnungen von Jono Nussbaum) der armenischen Dichterin und Musikerin Nanar Vorperian, sowie armenische, selbstkomponierte und andere Musik von Nanar Vorperian (Gesang), [&#8230;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":27557,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"tags":[],"tribe_events_cat":[342,4,309,3],"class_list":["post-27555","tribe_events","type-tribe_events","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","tribe_events_cat-letteratura","tribe_events_cat-literatur","tribe_events_cat-poesia","tribe_events_cat-musik","cat_letteratura","cat_literatur","cat_poesia","cat_musik"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.austriacult.roma.it\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tribe_events\/27555","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.austriacult.roma.it\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tribe_events"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.austriacult.roma.it\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/tribe_events"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.austriacult.roma.it\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.austriacult.roma.it\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=27555"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.austriacult.roma.it\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tribe_events\/27555\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":27567,"href":"https:\/\/www.austriacult.roma.it\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tribe_events\/27555\/revisions\/27567"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.austriacult.roma.it\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/27557"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.austriacult.roma.it\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=27555"}],"wp:term":[{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.austriacult.roma.it\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=27555"},{"taxonomy":"tribe_events_cat","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.austriacult.roma.it\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tribe_events_cat?post=27555"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}