{"id":26027,"date":"2026-04-22T11:51:42","date_gmt":"2026-04-22T09:51:42","guid":{"rendered":"https:\/\/www.austriacult.roma.it\/?post_type=tribe_events&#038;p=26027"},"modified":"2026-04-22T11:57:12","modified_gmt":"2026-04-22T09:57:12","slug":"identita-adolescente-e-i-non-luoghi-della-migrazione-julya-rabinowich","status":"publish","type":"tribe_events","link":"https:\/\/www.austriacult.roma.it\/de\/veranstaltung\/jugendliche-identitat-und-die-nicht-orte-der-migration-julya-rabinowich\/","title":{"rendered":"JUGENDLICHE IDENTIT\u00c4T UND DIE NICHT-ORTE DER MIGRATION| Julya Rabinowich"},"content":{"rendered":"<p><\/p>\n<p>Die \u00f6sterreichische Schriftstellerin Julya Rabinowich wird von der Universit\u00e4t Roma Tre eingeladen, aus ihren j\u00fcngsten Werken zu lesen und mit dem Publikum \u00fcber ihre Romane und ihre Arbeitsweise zu diskutieren. Die Lesung findet im Rahmen von <em>Oltrelinguae,<\/em> curatiert von den ProfessorInnen Michele Vangi und Laura Piccolo.<\/p>\n<p>Moderation und \u00dcbersetzung: Michele Vangi und Ute Weidenhiller<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\"><span style=\"color: #0000ff;\"><a style=\"color: #0000ff; text-decoration: underline;\" href=\"https:\/\/www.austriacult.roma.it\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Bozza-Oltrelinguae-locandina-pieghevole-3-Rabinowich.pdf\">Flyer<\/a><\/span><\/span><\/p>\n<p>Bereits in ihrem ersten Roman (Spaltkopf, 2008) thematisiert Julya Rabinowich den Identit\u00e4tskonflikt jener Menschen, die Flucht und Migration erfahren.<\/p>\n<p>Dabei ist es nicht nur ihre eigene Lebenserfahrung als russisch-j\u00fcdisches M\u00e4dchen, das gemeinsam mit seiner Familie die Sowjetunion verl\u00e4sst und nach \u00d6sterreich \u00fcbersiedelt, sondern auch und vor allem ihre sp\u00e4tere berufliche T\u00e4tigkeit als Dolmetscherin in einem Fl\u00fcchtlingszentrum, die die F\u00e4higkeit der Autorin sch\u00e4rft, die m\u00fchsame Herausbildung einer Identit\u00e4t in einem Ankunftsland zu beobachten und zu beschreiben, in dem man sich oft unerw\u00fcnscht f\u00fchlt.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend der psychotherapeutischen Sitzungen in Fl\u00fcchtlingszentren beobachtet Rabinowich, dass M\u00e4nner dazu neigen, sich in eine ihnen sehr vertraute Welt zur\u00fcckzuziehen \u2013 die ihrer Vergangenheit, die typischerweise patriarchal gepr\u00e4gt ist \u2013, w\u00e4hrend Frauen deutlich flexibler sind und sich st\u00e4rker an Neues anpassen. Sie beginnen fr\u00fcher, die Sprache zu lernen, akzeptieren die Gesetze und die Gepflogenheiten des neuen kulturellen und sprachlichen Kontexts. Das patriarchale Erbe der Herkunftsgesellschaften f\u00fchrt daher zu Br\u00fcchen innerhalb der Familien selbst.<\/p>\n<p>Diese zerrissenen Welten, schwebend in Nicht-Orten zwischen Vergangenheit und Zukunft, schildert Rabinowich in drei Romanen, die in italienischer \u00dcbersetzung beim Verlag Besa Muci erschienen sind. Die Protagonistin Madina ist ein M\u00e4dchen auf der Flucht aus einem vom Krieg gezeichneten Land, das gemeinsam mit ihrer Familie nach Wien kommt.<\/p>\n<p>Von Anfang an muss Madina die Kunst der Vermittlung all dessen erlernen, was neu ist und vor allem innerhalb der Familie (neu) ausgehandelt werden muss: die Sprache, die Gewohnheiten, die Beziehungen, die Tr\u00e4ume, die Freundschaft und auch die Liebe.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Julya Rabinowich<\/strong>, 1970 in Sankt Petersburg geboren, ist Malerin, Dramatikerin und Schriftstellerin. In ihrer Kindheit emigriert sie mit ihrer Familie nach Wien, wo sie Translationswissenschaften sowie Angewandte Kunst studiert.<em>Dazwischen: Ich<\/em>, ihr erster Jugendroman, erz\u00e4hlt die Geschichte der f\u00fcnfzehnj\u00e4hrigen Madina auf der Flucht vor dem Krieg. Das 2016 im Hanser Verlag erschienene Buch wurde mit dem Oldenburger Kinder- und Jugendbuchpreis, mit dem \u00d6sterreichischen Kinder- und Jugendbuchpreis sowie mit dem Friedrich-Gerst\u00e4cker-Preis ausgezeichnet.<\/p>\n<p>2022 folgten <em>Dazwischen: Wir<\/em> und 2023 <em>Der Geruch von Ru\u00df und Rosen<\/em>, jeweils der zweite und der dritte Teil folgte der Madina-Trilogi. Rabinowichs j\u00fcngster Roman <em>Mo und Moritz<\/em> (Hanser, 2026) erz\u00e4hlt eine queere Liebesgeschichte zwischen einem Jugendlichen muslimischer Herkunft und einem Jugendlichen j\u00fcdischer Herkunft im Wien der Gegenwart.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"color: #ff0000;\"><em>Praktische Infos <\/em><\/span><\/p>\n<p>Link Anmeldung: <span style=\"text-decoration: underline;\"><span style=\"color: #0000ff;\"><a style=\"color: #0000ff; text-decoration: underline;\" href=\"https:\/\/form.jotform.com\/261094913618360\">12\/05 h. 18:00 | Julya Rabinowich Identit\u00e0 adolescente e i non-luoghi della migrazione<\/a><\/span><\/span><\/p>\n<p><em>\u00a0<\/em><\/p>\n<p><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<\/p>\n<p>Die \u00f6sterreichische Schriftstellerin Julya Rabinowich wird von der Universit\u00e4t Roma Tre eingeladen, aus ihren j\u00fcngsten Werken zu lesen und mit dem Publikum \u00fcber ihre Romane und ihre Arbeitsweise zu diskutieren. 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