{"id":25695,"date":"2026-03-20T10:19:16","date_gmt":"2026-03-20T09:19:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.austriacult.roma.it\/?post_type=tribe_events&#038;p=25695"},"modified":"2026-03-24T16:48:57","modified_gmt":"2026-03-24T15:48:57","slug":"margarethe-ottillinger-lassen-sie-mich-arbeiten-anita-zieher-2","status":"publish","type":"tribe_events","link":"https:\/\/www.austriacult.roma.it\/de\/veranstaltung\/margarethe-ottillinger-lassen-sie-mich-arbeiten-anita-zieher-2\/","title":{"rendered":"MARGARETHE OTTILLINGER: LASSEN SIE MICH ARBEITEN! | Anita Zieher"},"content":{"rendered":"<p><\/p>\n<p>Eine Frau als Vorstandsdirektorin \u2013 was auch heute noch eine Seltenheit ist, war es erst recht in den 50er Jahren. <strong>portraittheater <\/strong>zeichnet in dem St\u00fcck <strong>\u201eMargarethe Ottillinger: Lassen Sie mich arbeiten!\u201c <\/strong>den au\u00dfergew\u00f6hnlichen Werdegang einer Frau nach, die mit gro\u00dfer Entschlossenheit und Durchhalteverm\u00f6gen ihr eigenes Leben und die wirtschaftlichen Geschicke \u00d6sterreichs im 20. Jahrhundert gesteuert hat. Die Schauspielerin <strong>Anita Zieher <\/strong>verk\u00f6rpert Margarethe Ottillinger in der humorvollen und kurzweiligen Inszenierung von <strong>Sandra Sch\u00fcddekopf<\/strong>.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Die Veranstaltung wird in deutscher Sprache abgehalten.<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline; color: #0000ff;\"><a style=\"color: #0000ff; text-decoration: underline;\" href=\"https:\/\/www.austriacult.roma.it\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/portraittheater_Ottillinger_Italien2026.pdf\">Flyer<\/a><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Margarethe Ottillinger (1919 \u2013 1992) war eine Pionierin der \u00f6sterreichischen Wirtschaftsgeschichte und zeitweise eine der m\u00e4chtigsten Personen in der \u00f6sterreichischen Wirtschaft. Margarethe Ottillinger w\u00e4chst in einem Dorf in Mauerbach auf und entwickelt schon als Kind ehrgeizige Pl\u00e4ne. Sie besucht das Gymnasium in Wien und schlie\u00dft als eine der ersten Frauen die Hochschule f\u00fcr Welthandel ab. Mit 28 Jahren wird sie Sektionsleiterin im Planungsministerium und erarbeitet dort Wirtschaftspl\u00e4ne f\u00fcr den Wiederaufbau \u00d6sterreichs nach dem zweiten Weltkrieg.<\/p>\n<p>Doch ihre Karriere wird pl\u00f6tzlich gestoppt: 1948 wird sie auf der Ennsbr\u00fccke bei St. Valentin an der Grenze zur russischen Besatzungszone festgehalten. Man wirft ihr Spionage f\u00fcr die Amerikaner vor. In der <strong>Kommandantur in Baden <\/strong>versucht man sie durch Folter zu einem Gest\u00e4ndnis zu zwingen. Sie wird in die Haftanstalt in Neunkirchen \u00fcberstellt, wo man sie zur Haft in einem Arbeitslager in Russland verurteilt. Die furchtbaren Lagerbedingungen \u00fcberlebt sie nur knapp. Dank des Staatsvertrags wird sie nach 7 Jahren entlassen und kommt am 25. Juni 1955 zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Nachdem Margarethe Ottillinger sich gesundheitlich erholt hat, f\u00e4ngt sie 1956 in der \u00d6sterreichischen Mineral\u00f6lverwaltung zu arbeiten an. Ein Jahr danach wird sie Vorstandsdirektorin und \u00fcbt diese T\u00e4tigkeit 25 Jahre lang aus. Sie verhandelt auch die ersten Gasliefervertr\u00e4ge mit Russland. In der Gefangenschaft hat sie zum Glauben gefunden und erm\u00f6glicht mit hartn\u00e4ckigem Engagement den Bau und die Finanzierung der ber\u00fchmten Wotruba-Kirche in Wien.<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Anita Zieher<\/strong>, <strong>Schauspielerin, Produktionsleiterin: <\/strong>aufgewachsen in Ober\u00f6sterreich, lebt in Wien, studierte Politikwissenschaft und Publizistik in Salzburg, Schauspielausbildung in Wien. Seit 2006 Obfrau und Produktionsleiterin von portraittheater. Sie spielte u. a. Margarethe Ottillinger, Bertha von Suttner, Marie Curie, Lise Meitner, Hedy Lamarr, Rosa Luxemburg, K\u00e4the Leichter und Emmy Noether in den Produktionen von portraittheater. Zahlreiche Engagements in \u00d6sterreich (u. a. Theater Drachengasse, TAG-Theater, Theater Akzent) und Auslandstourneen. Auftritte und Preise als Improtheaterspielerin (Theatre Works, Zieher &amp; Leeb, Kabarett Simpl).<\/p>\n<p><strong>Sandra Sch\u00fcddekopf<\/strong>, <strong>Regisseurin<\/strong>: geboren in Hannover, lebt in Wien, studierte Nordamerikastudien und Theaterwissenschaft in Berlin, 2001 bis 2005 Regieassistentin am Burgtheater, seit 2005 freie Regisseurin mit zahlreichen Projekten in \u00d6sterreich und Deutschland, Regiepreis des Staatstheaters Mainz, K\u00fcnstlerische Leiterin des renommierten Retzhofer Dramapreises. Seit 2013 Regie bei Produktionen von portraittheater. Regelm\u00e4\u00dfige Inszenierungen am Theater Drachengasse in Wien. Sie ist im k\u00fcnstlerischen Leitungsteam des DramatikerInnenfestivals Graz und Mentorin des FORUM Text 1.<\/p>\n<p><strong>portraittheater: <\/strong>Der Verein wurde 2006 gegr\u00fcndet hat sich darauf spezialisiert, herausragende historische Frauen einem breiteren Publikum durch Theaterst\u00fccke vorzustellen. Seit der Gr\u00fcndung wurden 14 Theaterproduktionen auf die B\u00fchne gebracht und in hunderten Auff\u00fchrungen in \u00d6sterreich sowie auf Auslandstourneen z. B. in Australien, Belgien, Deutschland, Iran, Polen, Rum\u00e4nien, Spanien, Ukraine und in den USA gespielt. <a href=\"http:\/\/www.portraittheater.net\">www.portraittheater.net<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<\/p>\n<p>Eine Frau als Vorstandsdirektorin \u2013 was auch heute noch eine Seltenheit ist, war es erst recht in den 50er Jahren. portraittheater zeichnet in dem St\u00fcck \u201eMargarethe Ottillinger: Lassen Sie mich arbeiten!\u201c den au\u00dfergew\u00f6hnlichen Werdegang einer Frau nach, die mit gro\u00dfer Entschlossenheit und Durchhalteverm\u00f6gen ihr eigenes Leben und die wirtschaftlichen Geschicke \u00d6sterreichs im 20. Jahrhundert gesteuert hat. Die Schauspielerin Anita Zieher verk\u00f6rpert Margarethe Ottillinger in der humorvollen und kurzweiligen Inszenierung von Sandra Sch\u00fcddekopf.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Veranstaltung wird in deutscher Sprache abgehalten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a style=\"color: #0000ff; [...]\n<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":25697,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"tags":[],"tribe_events_cat":[306],"class_list":["post-25695","tribe_events","type-tribe_events","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","tribe_events_cat-teatro","cat_teatro"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.austriacult.roma.it\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tribe_events\/25695","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.austriacult.roma.it\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tribe_events"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.austriacult.roma.it\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/tribe_events"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.austriacult.roma.it\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.austriacult.roma.it\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=25695"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.austriacult.roma.it\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tribe_events\/25695\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":25705,"href":"https:\/\/www.austriacult.roma.it\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tribe_events\/25695\/revisions\/25705"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.austriacult.roma.it\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/25697"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.austriacult.roma.it\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=25695"}],"wp:term":[{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.austriacult.roma.it\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=25695"},{"taxonomy":"tribe_events_cat","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.austriacult.roma.it\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tribe_events_cat?post=25695"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}