{"id":25326,"date":"2026-02-16T13:47:26","date_gmt":"2026-02-16T12:47:26","guid":{"rendered":"https:\/\/www.austriacult.roma.it\/?post_type=tribe_events&#038;p=25326"},"modified":"2026-04-01T14:34:34","modified_gmt":"2026-04-01T12:34:34","slug":"la-pianta-la-memoria-e-noi-ruth-mateus-berr","status":"publish","type":"tribe_events","link":"https:\/\/www.austriacult.roma.it\/de\/veranstaltung\/die-pflanze-das-gedachtnis-und-wir-ruth-mateus-berr\/","title":{"rendered":"DIE PFLANZE. DAS GED\u00c4CHTNIS UND WIR. | Ruth Mateus-Berr"},"content":{"rendered":"<p><\/p>\n<p>Die Ausstellung &#8222;Die Pflanze. Das Ged\u00e4chtnis und wir. Verhandlungstaktiken f\u00fcr einen Frieden auf dieser Welt&#8220; zeigt postkonzeptuell gestaltete \u00d6lgem\u00e4lde und Zeichnungen von Pflanzen, die durch Klimawandel vom Aussterben bedroht sind.<\/p>\n<p>Sie weisen auf das Ungleichgewicht und das Chaos in dieser Welt hin und argumentieren f\u00fcr eine Orientierung an Probleml\u00f6sungstaktiken von Pflanzen f\u00fcr den Frieden.<\/p>\n<p>Florilegien sind Blumenb\u00fccher, die im Zuge des Forschungs- und Entdeckungsdrangs im 15. und 16. Jahrhundert entstanden sind und eine Verbindung zwischen naturhistorischer Illustration und Stillleben darstellen. Sie dienten als eine Art Vorlage und ebneten den Weg f\u00fcr detailreiche Gem\u00e4lde, die sich sp\u00e4ter als Blumenst\u00fccke oder Blumenstillleben fest in der Kunst etablierten. Diese Florilegien sowie weitere Abbildungen gef\u00e4hrdeter Pflanzen aus Italien, \u00d6sterreich, Deutschland, Gro\u00dfbritannien und Portugal, dienten Ruth Mateus-Berr als Vorlage f\u00fcr Stillleben. Der Farbwechsel der Bl\u00e4tter, der normalerweise im Herbst oder beim Verwelken der Pflanzen auftritt, wird durch den Farbkontrast in den Gem\u00e4lden betont. Gef\u00e4hrdete Pflanzen stehen zwar noch aufrecht in der Vase, aber ihre Farbe weist auf die drohende Gefahr hin. So zeigen diese Vanitas-Stillleben (aus dem Niederl\u00e4ndischen: <em>stil<\/em> = bewegungslos und <em>leven<\/em> = Leben) die Verg\u00e4nglichkeit des irdischen Lebens, indem sie die bedrohten Pflanzen in ihrer sterbenden Farbe zeigen und uns daran erinnern, \u201edes Todes zu gedenken\u201d und auf das zu achten, was bald sterben k\u00f6nnte, n\u00e4mlich gef\u00e4hrdete Pflanzen. Sie rufen den Betrachter dazu auf, die Natur zu sch\u00fctzen und sich f\u00fcr die Artenvielfalt einzusetzen. Urspr\u00fcnglich war die Entwicklung dieser Kunstform ma\u00dfgeblich von historischen Umst\u00e4nden gepr\u00e4gt; Ruth Mateus-Berrs konzeptuelle Malerei ist heute von klimabedingten Umweltver\u00e4nderungen bestimmt.<\/p>\n<p>Pflanzen verf\u00fcgen \u00fcber ein ausget\u00fcfteltes System der Kommunikation in Form von \u201ademokratischen\u2018 Probleml\u00f6sungsverfahren in ihren Wurzelspitzen, die zwar wie ein Chaos anmuten m\u00f6chten &#8211; jedoch hoch koordiniert und zielstrebig, wie Neuronen menschlicher Gehirne miteinander in hervorragendem Austausch stehen.<\/p>\n<p><strong>Ruth Mateus-Berr<\/strong>\u00a0arbeitet an der Schnittstelle von Kunst, k\u00fcnstlerischer Forschung und visueller Wissensproduktion.<br \/>\nIn ihren Pflanzenbildern verbindet sie historische Bildtraditionen mit surrealistischen, symbolischen und erz\u00e4hlerischen Strategien.<br \/>\nPflanzen erscheinen dabei nicht als Naturdarstellungen, sondern als Tr\u00e4gerinnen von Erinnerung, kulturellem Wissen und relationalen Bedeutungen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline; color: #0000ff;\"><a style=\"color: #0000ff; text-decoration: underline;\" href=\"https:\/\/www.austriacult.roma.it\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/A5_catalog_Rom_23.02_deutsch_ruth_klein.pdf\">Katalog<\/a><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Die Ausstellung ist von Montag bis Freitag (9-17 Uhr) bis zum 17. April 2026 \u00f6ffentlich zug\u00e4nglich, mit Ausnahme von Feiertagen.<\/strong><\/p>\n<p><strong>Hinweis: Das \u00d6sterreichische Kulturforum Rom bleibt am Freitag, den 3. April, sowie am Montag, den 6. April, geschlossen.<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div class=\"wp-block-image\"><a href=\"https:\/\/www.austriacult.roma.it\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/Calliope_Logo_with_dots_and_text.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wpa-warning wpa-image-missing-alt alignleft size-full wp-image-25328\" src=\"https:\/\/www.austriacult.roma.it\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/Calliope_Logo_with_dots_and_text.png\" alt=\"\" width=\"801\" height=\"450\" data-warning=\"Testo alt mancante\" \/><\/a><\/div>\n<p><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<\/p>\n<p>Die Ausstellung &#8222;Die Pflanze. Das Ged\u00e4chtnis und wir. 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