{"id":24285,"date":"2025-10-06T12:14:22","date_gmt":"2025-10-06T10:14:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.austriacult.roma.it\/?post_type=tribe_events&#038;p=24285"},"modified":"2025-10-29T09:33:44","modified_gmt":"2025-10-29T08:33:44","slug":"una-serata-per-maria-theresia-ledochowska-irene-schrattenecker-e-mitra-kotte-pianoforte","status":"publish","type":"tribe_events","link":"https:\/\/www.austriacult.roma.it\/de\/veranstaltung\/maria-teresa-ledochowska-irene-schrattenecker-und-mitra-kotte-klavier\/","title":{"rendered":"MARIA TERESA LED\u00d3CHOWSKA | Irene Schrattenecker und Mitra Kotte (Klavier)"},"content":{"rendered":"<p><\/p>\n<p><strong>Irene Schrattenecker<\/strong> liest aus den Tageb\u00fcchern von Maria Theresia Led\u00f3chowska (1863-1922)<\/p>\n<p><strong>Mitra Kotte<\/strong> \u00fcbernimmt musikalische Gestaltung und spielt ein Programm aus Werken von Komponistinnen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Eine Frau von gro\u00dfer Geisteskraft, Ausdauer und Z\u00e4higkeit, ausgestattet mit zahlreichen Begabungen, die sie allesamt geb\u00fcndelt f\u00fcr ihr gro\u00dfes Ziel: die Eind\u00e4mmung des Menschenhandels und die Befreiung der schwarzen Menschen Afrikas aus der Sklaverei zum Einsatz brachte. So kann man auf den Punkt bringen, was Maria Theresia Led\u00f3chowska ausmacht.<\/p>\n<p>Die als Tochter des Grafen Anton August Led\u00f3chowski und seiner Frau Josepha Gr\u00e4fin Salis-Zizers am 29. April 1863 in eine streng katholische Familie geborene MTL wuchs in Loosdorf und nach dem Verlust eines Gro\u00dfteils des Verm\u00f6gens ab 1873 in St. P\u00f6lten auf, \u00fcbersiedelte 1883 mit der Familie auf ein Landgut in der N\u00e4he von Krakau, und bekleidete nach dem Tod des Vaters und nachdem ihre Aussichten auf eine Verheiratung durch eine entstellende Pockenerkrankung vollends geschwunden waren, von Dezember 1885 bis 1891 bei Alice von Toscana in Salzburg eine Stelle als Hofdame.<\/p>\n<p>Schon in dieser Zeit engagierte sie sich in der Antisklaverei-Bewegung. Nach einer Begegnung mit dem f\u00fcr die Missionen in Afrika zust\u00e4ndigen Kardinal Charles Martial Lavigerie zog sie sich Mitte 1891 vom Hof- und Gesellschaftsleben zur\u00fcck und widmete sich von da an bis zu ihrem Lebensende der Befreiung der Schwarzen in Afrika und der F\u00f6rderung des Missionsgedankens in \u00d6sterreich-Ungarn. Daf\u00fcr setzte sie alle ihr zu Gebote stehenden Mittel ein: als Schreibende, Verlegerin, Rednerin, Ausstellungs-Organisatorin, Museumsleiterin und Vorsteherin der <em>St.Petrus-Claver-Sodalit\u00e4t<\/em>, die sie 1894 als Hilfsgemeinschaft f\u00fcr die afrikanischen Missionen gr\u00fcndete.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Sodalit\u00e4t und ihre Zwecke erwarb sie in Bergheim bei Salzburg ein verlassenes Landgut mit einer ehemaligen Papierm\u00fchle, errichtete gegen viele Widerst\u00e4nde eine Druckerei, in der sie und ihre Mitschwestern Berichte der in Afrika t\u00e4tigen Missionare, religi\u00f6se Schriften und Schulb\u00fccher in verschiedensten Sprachen herstellten und in die ganze Welt verschickten. MTL gr\u00fcndete Niederlassungen des Ordens u.a. in Wien, Triest und Krakau, sp\u00e4ter auch in Deutschland und Frankreich. Ihr Wirken war so bedeutend, dass sie als die zentrale weibliche Gestalt der deutschsprachigen Missionsbewegung in den Jahren zwischen 1884 und 1918 bezeichnet werden kann.<\/p>\n<p>1902 verlegte sie das Generalat des Ordens nach Rom, wo sie am 6. Juli 1922 starb. Ihr Grab befindet sich in der Kapelle des Generalats.<\/p>\n<p>Maria Theresia Led\u00f3chowska wurde 1975 seliggesprochen.<\/p>\n<p>Die vorgetragenen Texte geben einen Einblick in Maria Theresia Led\u00f3chowskas Entwicklung vom begabten, fr\u00f6hlichen Kind \u00fcber die mit kritischem Geist und scharfem Verstand ausgestattete junge Frau bis zur entschiedenen K\u00e4mpferin f\u00fcr die Missionen und gegen die Sklaverei.<\/p>\n<p>(Text \u00a9 I. Schrattenecker)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Irene Schrattenecker<\/strong>, geboren in Salzburg, studierte Romanistik, Germanistik und Kunstgeschichte in Salzburg und Florenz. Au\u00dferdem verf\u00fcgt sie \u00fcber eine Ausbildung in Klavier und Gesang, Rezitation, Pantomime und Advanced Camera-Acting.<\/p>\n<p>Sie absolvierte Forschungs- und Lehrt\u00e4tigkeiten in Salzburg, Venedig und Triest und arbeitete an mehreren Projekten des Jubil\u00e4umsfonds der OeNB und des FWF mit.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem ist sie Herausgeberin kulturgeschichtlicher und kunsthistorischer Fundst\u00fccke und publiziert eigene literarischer Texte in in- und ausl\u00e4ndischen Zeitschriften. Auch die Theaterarbeit mit<\/p>\n<p>Kindern und Jugendlichen, sowie ihre T\u00e4tigkeit als Rezitatorin und Darstellerin in Theater, Film<\/p>\n<p>und Fernsehen sind Teil ihres Schaffens. Schrattenecker lebt in Salzburg und Triest.<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Mitra Kotte<\/strong> (Wien, 1995) ist Pianistin, ausgezeichnet mit zahlreichen Preisen wie dem MozARTe Aachen, dem Benjamin-Prize 2017 der Wolfgang Boesch Foundation, dem Zhuhai International Mozart Competition for Young Musicians und dem International Competition for Yong Musicians Ettlingen, wo sie auch den Haydn-Preis erhielt. <br \/>\nIn der Saison 2024\/25 ist sie mit dem Tiroler Symphonieorchester Innsbruck, beim Carintischen Sommer 2024, beim Septembre Musical, im Konzerthaus und im Musikverein aufgetreten; f\u00fcr \u201eThe New Austrian Sound of Music\u201c 2025\/26 ist sie bereits best\u00e4tigt. Sie wurde an der MDW in Wien, der KNUA in Seoul und jetzt bei Till Fellner ausgebildet und nahm an Meisterkursen mit Lang Lang, Badura-Skoda, Karl-Heinz K\u00e4mmerling und anderen teil. 2025 ver\u00f6ffentlichte Kotte ihr Deb\u00fctalbum Herstory mit Werken von Komponistinnen des 19. und 20. Jahrhunderts beim Label Genuin classics.<\/p>\n<p><span style=\"color: #0000ff;\"><a style=\"color: #0000ff;\" href=\"https:\/\/www.mitrakotte.com\/\">www.mitrakotte.com<\/a><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>\u201cNew Austrian sound of Music\u201d (NASOM) <\/strong>ist das Programm, mit dem das \u00f6sterreichische Bundesministerium f\u00fcr europ\u00e4ische und internationale Angelegenheiten (BMEIA) seit 20 Jahren die Exzellenz \u00f6sterreichischer Musik f\u00f6rdert, die von jungen aufstrebenden Musikern zum Ausdruck gebracht wird und damit die Aufmerksamkeit darauf lenkt, dass das \u00f6sterreichische Musikschaffen jenseits von Traditionen lebendiger, moderner und kulturell vielf\u00e4ltiger ist als je zuvor. Die Bands und Musiker, die in dieses Programm aufgenommen werden, werden alle zwei Jahre von einer Fachjury und in Zusammenarbeit mit verschiedenen \u00f6sterreichischen Universit\u00e4ten ausgew\u00e4hlt.<\/p>\n<p><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<\/p>\n<p>Irene Schrattenecker liest aus den Tageb\u00fcchern von Maria Theresia Led\u00f3chowska (1863-1922)<\/p>\n<p>Mitra Kotte \u00fcbernimmt musikalische Gestaltung und spielt ein Programm aus Werken von Komponistinnen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Eine Frau von gro\u00dfer Geisteskraft, Ausdauer und Z\u00e4higkeit, ausgestattet mit zahlreichen Begabungen, die sie allesamt geb\u00fcndelt f\u00fcr ihr gro\u00dfes Ziel: die Eind\u00e4mmung des Menschenhandels und die Befreiung der schwarzen Menschen Afrikas aus der Sklaverei zum Einsatz brachte. 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