{"id":24235,"date":"2025-10-02T16:40:16","date_gmt":"2025-10-02T14:40:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.austriacult.roma.it\/?post_type=tribe_events&#038;p=24235"},"modified":"2025-10-29T09:42:29","modified_gmt":"2025-10-29T08:42:29","slug":"die-rebellische-grafin-la-contessa-ribelle","status":"publish","type":"tribe_events","link":"https:\/\/www.austriacult.roma.it\/de\/veranstaltung\/die-rebellische-grafin-la-contessa-ribelle\/","title":{"rendered":"DIE REBELLISCHE GR\u00c4FIN (La contessa ribelle)"},"content":{"rendered":"<p><\/p>\n<p>50 Jahre nach ihrer Seligsprechung erinnert das <strong>\u00d6sterreichische Kulturforum Rom <\/strong>an <strong>MARIA THERESIA LED\u00d3CHOWSKA (1863-1922)<\/strong> \u00abeine Frau von gro\u00dfer Geisteskraft, Ausdauer und Z\u00e4higkeit, ausgestattet mit zahlreichen Begabungen, die sie allesamt geb\u00fcndelt f\u00fcr ihr gro\u00dfes Ziel: die Eind\u00e4mmung des Menschenhandels und die Befreiung der schwarzen Menschen Afrikas aus der Sklaverei zum Einsatz brachte.\u00bb (Irene Schrattenecker)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Filmvorf\u00fchrung<\/p>\n<p><strong>DIE REBELLISCHE GR\u00c4FIN <\/strong><\/p>\n<p>Regie: <strong>Gabriele Neudecker<\/strong><\/p>\n<p>Eine Produktion des ORF Landesstudio Salzburg f\u00fcr \u201ekreuz und quer\u201c<\/p>\n<p>Einf\u00fchrung: Mag. <strong>Waltraud Langer<\/strong>, Landesdirektorin ORF Salzburg<\/p>\n<p>Das au\u00dferordentliche Leben der Maria Theresia Led\u00f3chowska \u2013 zeigt ein heute fast vergessenes Leben voller Kontroversen und Konflikten: Wer war die zierliche, zerbrechlich wirkende Frau, die ihr privilegiertes Leben als adelige Hofdame hinter sich lie\u00df, um sich der Sklavenbefreiung zu widmen? Mit einer technisch hochmodernen Dia-Schau reist Led\u00f3chowska um die Jahrhundertwende durch halb Europa. Sie gr\u00fcndet den Orden der St. Petrus Claver Schwestern in Salzburg und kritisiert immer wieder das Eindringen von Kolonialismus in traditionelle afrikanische L\u00e4nder \u2013 und das in einer Zeit, in der Frauen in ihrer privaten und \u00f6ffentlichen Lebensf\u00fchrung einer ganzen F\u00fclle von Einschr\u00e4nkungen unterworfen waren. Die Entr\u00fcstung \u00fcber eine Frau, die sich herausnimmt \u00f6ffentlich zu sprechen, erreicht ihren H\u00f6hepunkt, als sie beschlie\u00dft, eine Druckerei zu gr\u00fcnden. Es braucht drei Anl\u00e4ufe, bis ihr die Drucker-Konzession erteilt wird und sofort l\u00e4uft der Druck der Schwestern auf Hochtouren.\u00a0(Alfred Winter)<\/p>\n<p><strong>Maria Theresia Led\u00f3chowska<\/strong><\/p>\n<p>Die als Tochter des Grafen Anton August Led\u00f3chowski und seiner Frau Josepha Gr\u00e4fin Salis-Zizers am 29. April 1863 in eine streng katholische Familie geborene MTL wuchs in Loosdorf und nach dem Verlust eines Gro\u00dfteils des Verm\u00f6gens ab 1873 in St. P\u00f6lten auf, \u00fcbersiedelte 1883 mit der Familie auf ein Landgut in der N\u00e4he von Krakau, und bekleidete nach dem Tod des Vaters und nachdem ihre Aussichten auf eine Verheiratung durch eine entstellende Pockenerkrankung vollends geschwunden waren, von Dezember 1885 bis 1891 bei Alice von Toscana in Salzburg eine Stelle als Hofdame.<\/p>\n<p>Schon in dieser Zeit engagierte sie sich in der Antisklaverei-Bewegung. Nach einer Begegnung mit dem f\u00fcr die Missionen in Afrika zust\u00e4ndigen Kardinal Charles Martial Lavigerie zog sie sich Mitte 1891 vom Hof- und Gesellschaftsleben zur\u00fcck und widmete sich von da an bis zu ihrem Lebensende der Befreiung der Schwarzen in Afrika und der F\u00f6rderung des Missionsgedankens in \u00d6sterreich-Ungarn. Daf\u00fcr setzte sie alle ihr zu Gebote stehenden Mittel ein: als Schreibende, Verlegerin, Rednerin, Ausstellungs-Organisatorin, Museumsleiterin und Vorsteherin der <em>St.Petrus-Claver-Sodalit\u00e4t<\/em>, die sie 1894 als Hilfsgemeinschaft f\u00fcr die afrikanischen Missionen gr\u00fcndete.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Sodalit\u00e4t und ihre Zwecke erwarb sie in Bergheim bei Salzburg ein verlassenes Landgut mit einer ehemaligen Papierm\u00fchle, errichtete gegen viele Widerst\u00e4nde eine Druckerei, in der sie und ihre Mitschwestern Berichte der in Afrika t\u00e4tigen Missionare, religi\u00f6se Schriften und Schulb\u00fccher in verschiedensten Sprachen herstellten und in die ganze Welt verschickten. MTL gr\u00fcndete Niederlassungen des Ordens u.a. in Wien, Triest und Krakau, sp\u00e4ter auch in Deutschland und Frankreich. Ihr Wirken war so bedeutend, dass sie als die zentrale weibliche Gestalt der deutschsprachigen Missionsbewegung in den Jahren zwischen 1884 und 1918 bezeichnet werden kann.<\/p>\n<p>1902 verlegte sie das Generalat des Ordens nach Rom, wo sie am 6. Juli 1922 starb. Ihr Grab befindet sich in der Kapelle des Generalats.<\/p>\n<p>Maria Theresia Led\u00f3chowska wurde 1975 seliggesprochen.<\/p>\n<p><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<\/p>\n<p>50 Jahre nach ihrer Seligsprechung erinnert das \u00d6sterreichische Kulturforum Rom an MARIA THERESIA LED\u00d3CHOWSKA (1863-1922) \u00abeine Frau von gro\u00dfer Geisteskraft, Ausdauer und Z\u00e4higkeit, ausgestattet mit zahlreichen Begabungen, die sie allesamt geb\u00fcndelt f\u00fcr ihr gro\u00dfes Ziel: die Eind\u00e4mmung des Menschenhandels und die Befreiung der schwarzen Menschen Afrikas aus der Sklaverei zum Einsatz brachte.\u00bb (Irene Schrattenecker)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Filmvorf\u00fchrung<\/p>\n<p>DIE REBELLISCHE GR\u00c4FIN <\/p>\n<p>Regie: Gabriele Neudecker<\/p>\n<p>Eine Produktion des ORF Landesstudio Salzburg f\u00fcr \u201ekreuz und quer\u201c<\/p>\n<p>Einf\u00fchrung: Mag. 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