{"id":24230,"date":"2025-10-02T15:48:39","date_gmt":"2025-10-02T13:48:39","guid":{"rendered":"https:\/\/www.austriacult.roma.it\/?post_type=tribe_events&#038;p=24230"},"modified":"2025-10-29T09:44:29","modified_gmt":"2025-10-29T08:44:29","slug":"fotografia-missionaria-in-africa-la-collezione-di-diapositive-di-maria-theresia-ledochowska","status":"publish","type":"tribe_events","link":"https:\/\/www.austriacult.roma.it\/de\/veranstaltung\/fotografia-missionaria-in-africa-la-collezione-di-diapositive-di-maria-theresia-ledochowska\/","title":{"rendered":"FOTOGRAFIA MISSIONARIA IN AFRICA | La collezione di diapositive di Maria Theresia Led\u00f3chowska"},"content":{"rendered":"<p><\/p>\n<p>50 Jahre nach ihrer Seligsprechung erinnert das \u00d6sterreichische Kulturforum Rom an <strong>MARIA THERESIA LED\u00d3CHOWSKA (1863-1922)<\/strong> \u00abeine Frau von gro\u00dfer Geisteskraft, Ausdauer und Z\u00e4higkeit, ausgestattet mit zahlreichen Begabungen, die sie allesamt geb\u00fcndelt f\u00fcr ihr gro\u00dfes Ziel: die Eind\u00e4mmung des Menschenhandels und die Befreiung der schwarzen Menschen Afrikas aus der Sklaverei zum Einsatz brachte.\u00bb (Irene Schrattenecker)<\/p>\n<p><u>\u00a0<\/u><\/p>\n<p>Die Ausstellung pr\u00e4sentiert die fr\u00fche Missionsfotografie in Afrika, eine Auswahl der Bilder aus der Sammlung Led\u00f3chowska, die auch ein St\u00fcck Fotogeschichte sichtbar machen. Das Bildkonvolut aus den Jahren 1890\u20131930 umfasst neben kulturhistorischen und ethnografischen Aufnahmen zahlreiche Fotografien von afrikanischen Missionsstationen. Diese fungieren als wichtige Quellen f\u00fcr die Analyse des komplexen Beziehungsgef\u00fcges aus kolonialer Fremdherrschaft und Missionierung sowie der \u00f6ffentlichen Wahrnehmung von Afrika in Europa in den ersten Dekaden des 20. Jahrhunderts. Neben Schwarz-Wei\u00df-Aufnahmen finden sich auch sorgf\u00e4ltig kolorierte Landschafts-, Kultur- und Personendarstellungen, aber auch offensichtlich inszenierte \u201eWerbe\u201c-Bilder oder Fotografien, deren m\u00f6glichen Bedeutungen sich erst in den begleitenden Ausstellungstexten erschlie\u00dfen. Diese Fotografien waren f\u00fcr die europ\u00e4ische Wahrnehmung von Afrika und seiner Bev\u00f6lkerung pr\u00e4gend und gelten heute als wichtige visuelle Zeugnisse f\u00fcr die Missionsgeschichte.<br \/>\nEin Team von Wissenschaftler*innen aus Wien, Linz und Salzburg hat erkl\u00e4rende und kommentierende Texte verfasst, die eine kritische und informierte Betrachtung der Bilder erm\u00f6glichen.<\/p>\n<p>Bis 31. Oktober, Mo-Fr 9-17 Uhr.<\/p>\n<p><strong>Maria Theresia Led\u00f3chowska<\/strong><\/p>\n<p>Die als Tochter des Grafen Anton August Led\u00f3chowski und seiner Frau Josepha Gr\u00e4fin Salis-Zizers am 29. April 1863 in eine streng katholische Familie geborene MTL wuchs in Loosdorf und nach dem Verlust eines Gro\u00dfteils des Verm\u00f6gens ab 1873 in St. P\u00f6lten auf, \u00fcbersiedelte 1883 mit der Familie auf ein Landgut in der N\u00e4he von Krakau, und bekleidete nach dem Tod des Vaters und nachdem ihre Aussichten auf eine Verheiratung durch eine entstellende Pockenerkrankung vollends geschwunden waren, von Dezember 1885 bis 1891 bei Alice von Toscana in Salzburg eine Stelle als Hofdame.<\/p>\n<p>Schon in dieser Zeit engagierte sie sich in der Antisklaverei-Bewegung. Nach einer Begegnung mit dem f\u00fcr die Missionen in Afrika zust\u00e4ndigen Kardinal Charles Martial Lavigerie zog sie sich Mitte 1891 vom Hof- und Gesellschaftsleben zur\u00fcck und widmete sich von da an bis zu ihrem Lebensende der Befreiung der Schwarzen in Afrika und der F\u00f6rderung des Missionsgedankens in \u00d6sterreich-Ungarn. Daf\u00fcr setzte sie alle ihr zu Gebote stehenden Mittel ein: als Schreibende, Verlegerin, Rednerin, Ausstellungs-Organisatorin, Museumsleiterin und Vorsteherin der <em>St.Petrus-Claver-Sodalit\u00e4t<\/em>, die sie 1894 als Hilfsgemeinschaft f\u00fcr die afrikanischen Missionen gr\u00fcndete.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Sodalit\u00e4t und ihre Zwecke erwarb sie in Bergheim bei Salzburg ein verlassenes Landgut mit einer ehemaligen Papierm\u00fchle, errichtete gegen viele Widerst\u00e4nde eine Druckerei, in der sie und ihre Mitschwestern Berichte der in Afrika t\u00e4tigen Missionare, religi\u00f6se Schriften und Schulb\u00fccher in verschiedensten Sprachen herstellten und in die ganze Welt verschickten. MTL gr\u00fcndete Niederlassungen des Ordens u.a. in Wien, Triest und Krakau, sp\u00e4ter auch in Deutschland und Frankreich. Ihr Wirken war so bedeutend, dass sie als die zentrale weibliche Gestalt der deutschsprachigen Missionsbewegung in den Jahren zwischen 1884 und 1918 bezeichnet werden kann.<\/p>\n<p>1902 verlegte sie das Generalat des Ordens nach Rom, wo sie am 6. Juli 1922 starb. Ihr Grab befindet sich in der Kapelle des Generalats.\u00a0Maria Theresia Led\u00f3chowska wurde 1975 seliggesprochen.<\/p>\n<p><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<\/p>\n<p>50 Jahre nach ihrer Seligsprechung erinnert das \u00d6sterreichische Kulturforum Rom an MARIA THERESIA LED\u00d3CHOWSKA (1863-1922) \u00abeine Frau von gro\u00dfer Geisteskraft, Ausdauer und Z\u00e4higkeit, ausgestattet mit zahlreichen Begabungen, die sie allesamt geb\u00fcndelt f\u00fcr ihr gro\u00dfes Ziel: die Eind\u00e4mmung des Menschenhandels und die Befreiung der schwarzen Menschen Afrikas aus der Sklaverei zum Einsatz brachte.\u00bb (Irene Schrattenecker)<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Die Ausstellung pr\u00e4sentiert die fr\u00fche Missionsfotografie in Afrika, eine Auswahl der Bilder aus der Sammlung Led\u00f3chowska, die auch ein St\u00fcck Fotogeschichte sichtbar machen. 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