{"id":16291,"date":"2024-01-22T16:19:30","date_gmt":"2024-01-22T15:19:30","guid":{"rendered":"https:\/\/www.austriacult.roma.it\/?post_type=tribe_events&#038;p=16291"},"modified":"2024-01-30T16:07:00","modified_gmt":"2024-01-30T15:07:00","slug":"16291","status":"publish","type":"tribe_events","link":"https:\/\/www.austriacult.roma.it\/de\/veranstaltung\/16291\/","title":{"rendered":"HONETSCHL\u00c4GER | Edgar Honetschl\u00e4ger"},"content":{"rendered":"<p><\/p>\n<p>Der \u00f6sterreichische K\u00fcnstler Edgar Honetschl\u00e4ger zeigt in Neapel eine Einzelausstellung, die von Mario Codognato kuratiert wird.<\/p>\n<p>\u00abWenn man irgendwo einen Beginn der k\u00fcnstlerischen Laufbahn Edgar Honetschl\u00e4gers festmachen will, ist das vielleicht in Linz, seiner Heimatstadt, in der sich die Zukunft des reisebegeisterten jungen Menschen entschied. Tats\u00e4chlich hatte sein fr\u00fches Weggehen zur Folge, dass er auch sp\u00e4ter immer als jemand ohne evidente Herkunft wahrgenommen wurde. Seine k\u00fcnstlerische Sprache mit reduzierten Mitteln und das libert\u00e4re und umweltbewusste Konzept sind an keinem bestimmten Platz daheim. Seine Sprache ist eine Nomadensprache, die alle Genregrenzen sprengt, sich extrem k\u00e4mpferisch gibt &#8211; radikales, eigenwilliges Kino eben. Er zeigt einen Naturzustand, der sich fr\u00fcher oder sp\u00e4ter vom menschlichen Eindringling befreit. Die \u201cnon human zone\u201d ist nicht zuf\u00e4llig sein j\u00fcngstes Projekt im Wald von Capodimonte. Honetschl\u00e4ger geh\u00f6rt zu jenen zeitgen\u00f6ssischen K\u00fcnstlern, die sich wenig um formale Kategorien k\u00fcmmern und sich spontan an neue Projekte wagen. Edgar \u2013 auch sein Nachname ist f\u00fcr italienische Ohren unaussprechlich \u2013 ist nicht nur deswegen undefinierbar. Seine Kunst kann figurativ bis ins kleinste Detail sein, aber auch von tiefer Symbolik durchdrungen, manchmal ironisch oder gar nostalgisch. So ist es auch in dieser Ausstellung, die einen Stuhl zum gemalten Konstrukt mehr oder weniger ferner Pers\u00f6nlichkeiten macht. Ein Ort der Phantasmagorien aus \u00a0spielerisch wandernden Bildern auf der rauen Leinwand, wie ein seltsamer Code, aus dem eine Reihe von R\u00e4tseln \u00fcber die menschliche Psyche ausgeht. Oder die Landschaftsausschnitte im zweiten Raum, Aufnahmen von Innen- und Au\u00dfenwelten, skizzierte Ansichten. Sie deuten ein Ganzes an, das sich in seiner Gesamtheit dem Blick entzieht, aber in sich aufl\u00f6senden Zeichen und Farben in den folgenden Abschnitten ihre Fortsetzung findet. Was die Portr\u00e4ts in Sesselform und die unendlichen Landschaften zusammenh\u00e4lt, ist der Raum auf der Leinwand, durch den die von jedem Realismus befreiten Bilder schweben, fast vorbeifliegen, fl\u00fcchtig, unpr\u00e4zise, wie im Traum und die unbedingt noch vor ihrem Verschwinden entziffert werden m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Im vergangenen Jahrhundert hatte die \u00f6sterreichische Kunst zwei Angelpunkte: den spirituellen, dekorativen und erz\u00e4hlerischen der Sezession, und jenen k\u00f6rperlichen, brutalen und performativen des Aktionismus. Beide waren, wenn auch auf gegenteilige Weise, Ausdrucksformen, die mit Hilfe k\u00fcnstlerischer Konzepte die unsichere Existenz des Menschen in esoterische Begriffe verwandelten. Bei Edgar Honetschl\u00e4ger ist es nicht viel anders. In Linz geboren, suchte er alchemistische Formeln, in denen sich Reales und Symbolisches mischt oder auseinanderteilt in der vielleicht eitlen Hoffnung, einen Sinn in der Kunst zu skizzieren oder manchmal zu hypotisieren, wenn diese Sinnhaftigkeit nur mehr in der fl\u00fcchtigen und verg\u00e4nglichen Form der Insekten in dieser vom Menschen befreiten Zone existiert.\u00a0 <em>Eduardo Cicelyn<\/em><\/p>\n<p>Info: <span style=\"color: #0000ff;\"><a style=\"color: #0000ff;\" href=\"https:\/\/www.lacasamadre.it\">https:\/\/www.lacasamadre.it<\/a><\/span><\/p>\n<p>\u00dcbersicht \u00fcber Honetschl\u00e4gers Werke in Italien: \u00a0<span style=\"color: #0000ff;\"><a style=\"color: #0000ff;\" href=\"https:\/\/www.austriacult.roma.it\/?s=edgar+honetschl%C3%A4ger\">https:\/\/www.austriacult.roma.it\/?s=edgar+honetschl%C3%A4ger<\/a><\/span><\/p>\n<p>Zum Projekt am Foto GIORDANO BRUNO:\u00a0<span style=\"color: #0000ff;\"><a style=\"color: #0000ff;\" href=\"https:\/\/honetschlaeger.com\/chairs\/\">https:\/\/honetschlaeger.com\/chairs\/<\/a><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<\/p>\n<p>Der \u00f6sterreichische K\u00fcnstler Edgar Honetschl\u00e4ger zeigt in Neapel eine Einzelausstellung, die von Mario Codognato kuratiert wird.<\/p>\n<p>\u00abWenn man irgendwo einen Beginn der k\u00fcnstlerischen Laufbahn Edgar Honetschl\u00e4gers festmachen will, ist das vielleicht in Linz, seiner Heimatstadt, in der sich die Zukunft des reisebegeisterten jungen Menschen entschied. 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