{"id":16153,"date":"2024-01-18T12:44:57","date_gmt":"2024-01-18T11:44:57","guid":{"rendered":"https:\/\/www.austriacult.roma.it\/?post_type=tribe_events&#038;p=16153"},"modified":"2024-02-02T16:28:26","modified_gmt":"2024-02-02T15:28:26","slug":"pietas-2","status":"publish","type":"tribe_events","link":"https:\/\/www.austriacult.roma.it\/de\/veranstaltung\/pietas-2\/","title":{"rendered":"PIETAS"},"content":{"rendered":"<p><\/p>\n<p>PIETAS ist der Titel der Ausstellung am \u00d6sterreichischen Kulturforum, in der \u00f6sterreichische und italienische K\u00fcnstlerInnen ihre j\u00fcngsten Arbeiten zeigen. Kuratiert von Alfonso Amendola und Costabile Guariglia, ist sie das Ergebnis ihrer Auseinandersetzung mit dem Werk des \u00f6sterreichischen Philosophen Konrad Paul Liessmann und im Speziellen mit den Folgen der Cancel Culture in den westlichen Gesellschaften.<\/p>\n<p>Die Gruppenausstellung ist Teil einer l\u00e4ngeren Zusammenarbeit zwischen der K\u00fcnstlervereinigung Flat1 in Wien und der Associazione Aequamente in Lucca, die sich mit Liessmanns Werk <em>Bildung als Provokation <\/em>(Cultura come provocazione, Paul Zsolnay Verlag Wien, 2017) besch\u00e4ftigt haben.<\/p>\n<p>Es werden Werke von Karin Maria Pfeifer und Sula Zimmerberger (\u00d6sterreich) und Gianni Grattacaso (Italien) ausgestellt.<\/p>\n<p><strong>Karin Maria Pfeifer <\/strong>dokumentiert in ihrer Video- und Fotoreihe &#8222;Time out&#8220; verschiedene Transformationsprozesse durch Reduzierung der Farbbr\u00e4unung und f\u00fchrt sie ad absurdum, indem sich zum Beispiel bei genauerem Hinsehen der Sand als Schnee herausstellt oder das Dolce-far-niente zum st\u00fcrmischen Feueralarm wird.<\/p>\n<p><strong>Sula Zimmerberger <\/strong>reproduziert in ihren Wolkenbeobachtungen &#8222;If I could fly I would live in the sky&#8220; jenes Gef\u00fchl zwischen Traum und Wirklichkeit, in denen sich diese wie durch Zauberhand als nichts anderes als frei fliegende Wasserteilchen im Universum erweisen. Beide stehen symbolisch f\u00fcr die Kunst \u2013 f\u00fcr die zeitlose Mu\u00dfe und f\u00fcr den kritischen Punkt des Klimawandels, in jedem Fall aber f\u00fcr wunderbare Gebilde, die sich bewegen und ver\u00e4ndern und damit einander nie gleichen.<\/p>\n<p><strong>Gianni Grattacaso <\/strong>besch\u00e4ftigt sich mit dem Thema der Cancel Culture in Form von sich abwechselnden Entwicklungsphasen. In jedem einzelnen Foto bearbeitet der K\u00fcnstler eine Reise und die damit verbundenen Gef\u00fchle, indem er seine Eindr\u00fccke wiedergibt: schwankend, durch ihre kritischen Punkte begrenzt, in einer immer mehr von kulturellen Prozessen gepr\u00e4gten Welt, die stets weiter unwiederbringlich abdriftet. Die ikonische Arbeit \u201eVento Sociale\u201c verk\u00f6rpert zwischen Sturm und geknickten B\u00e4umen, die der Naturgewalt nicht weichen, die Idee des Konformismus im linearen System einer neuen Gesellschaft.<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><u>Performance am 9. Februar 2024 (Ausstellungser\u00f6ffnung)<\/u><\/p>\n<p><strong>Costabile Guariglia <\/strong>l\u00e4sst die Besucher an einer Installation teilhaben, die aus einem Performance-Abendessen besteht. Verbunden ist damit die besondere Erfahrung von Volkskultur und der Kultur des Essens. Ein k\u00f6rperliches, sinnliches und soziales Erlebnis des Kunst-Konsums.<\/p>\n<p>Der K\u00fcnstler macht die G\u00e4ste zu Protagonisten durch den Akt des Miteinander-Essens der Speisen, die in drei G\u00e4ngen zubereitet werden: leise, langsam und behutsam. Der Performer beteiligt sich in einer Ko-Aktion, die darin besteht, auf empathische Weise und nonverbal die Degustation zu begleiten. Dazu gibt es Livemusik mit drei Klaviersonaten, gespielt von Paolo Zaumuner.<\/p>\n<p><strong>Maria D\u2019Anna<\/strong> zeigt die Performance \u201cLa lingua batte dove la lingua duole\u201d, die gemeinsame Erfahrungen zum Thema Barmherzigkeit zum Inhalt hat. Von der pers\u00f6nlichen Dimension ausgehend, sch\u00f6pft die K\u00fcnstlerin aus den eigenen Erinnerungen, aus der fr\u00fchen Kindheit, aus dem eigenen Innenleben. Das Gef\u00fchl der Pietas wird zu einem Bekenntnis, das sie den Teilnehmern ins Ohr fl\u00fcstert. Die Performance ist damit keine Auff\u00fchrung, sondern eine Situation, in der sich die K\u00fcnstlerin unmittelbar mitteilt. Deren Eindringlichkeit ergibt sich aus der menschlichen Existenz und aus dem folgenden Diskurs \u00fcber die Wahrheit, insofern als die K\u00fcnstlerin jedes Mal ein Registrierger\u00e4t verwendet, wenn sie sich den Besuchern anvertraut, auf dem zuvor aufgezeichnet wurde, was sie ihnen ins Ohr fl\u00fcstert.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.austriacult.roma.it\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/C.STAMPA-PIETAS-in-word-16-gennaio-2024.pdf\">Pressemitteilung (Italienisch)<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<\/p>\n<p>PIETAS ist der Titel der Ausstellung am \u00d6sterreichischen Kulturforum, in der \u00f6sterreichische und italienische K\u00fcnstlerInnen ihre j\u00fcngsten Arbeiten zeigen. 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