{"id":12807,"date":"2023-01-20T09:27:29","date_gmt":"2023-01-20T08:27:29","guid":{"rendered":"https:\/\/www.austriacult.roma.it\/?post_type=tribe_events&#038;p=12807"},"modified":"2023-01-20T09:31:23","modified_gmt":"2023-01-20T08:31:23","slug":"nazismo-e-musica-il-caso-di-alma-rose","status":"publish","type":"tribe_events","link":"https:\/\/www.austriacult.roma.it\/de\/veranstaltung\/nazismo-e-musica-il-caso-di-alma-rose\/","title":{"rendered":"Nazismo e musica | Il caso di Alma Ros\u00e9"},"content":{"rendered":"<p><\/p>\n<p>Aus Anlass des <strong>Giorno della Memoria<\/strong> beleuchtet die Musikwissenschaftlerin <strong>Orietta Caianiello<\/strong> (Konservatorium Bari) in einem Vortrag das Leben der \u00f6sterreichischen Geigerin <strong>Alma Ros\u00e9<\/strong> (*1906 in Wien, +1944 im KZ Auschwitz), die nach ihrer Deportation in das Konzentrationslager das sogenannte \u201eM\u00e4dchenorchester von Auschwitz\u201c leitete.<\/p>\n<p>Die Veranstaltung findet in Zusammenarbeit mit der <strong>Societ\u00e0 Italiana delle Letterate (SIL)<\/strong> statt. \u00a0<\/p>\n<p><strong>Alma Ros\u00e9<\/strong> stammte aus einer bekannten Wiener Musikerfamilie, Gustav Mahler war ihr Onkel, Alma Mahler-Werfel ihre Patentante. Auf der Violine wurde Alma Ros\u00e9 von ihrem Vater ausgebildet, gemeinsam mit ihm gab sie 1926 ihr Deb\u00fct als Solistin im Gro\u00dfen Musikvereinssaal. Die folgenden Jahre waren von Konzertreisen gepr\u00e4gt. 1932 gr\u00fcndete sie die Damenformation &#8222;Wiener Walzerm\u00e4deln&#8220;, die bereits 1933 auf gro\u00dfe Europatournee ging. \u00a0\u00a0<\/p>\n<p>1939 gelang Vater und Tochter Ros\u00e9 die Flucht nach England. Alma nahm ein Angebot als Solistin in Den Haag an und ging eine Scheinehe mit einem Medizinstudenten ein. Nach einer ersten Verhaftung 1942 konnte sie freikommen, wurde aber auf der Flucht in der Schweiz abermals aufgegriffen und schlie\u00dflich nach Auschwitz-Birkenau deportiert.<\/p>\n<p>Im Lager wurde ihr die Leitung eines Frauenorchesters \u00fcbertragen, des sogenannten \u201eM\u00e4dchenorchesters\u201c von Auschwitz.<\/p>\n<p>Alma Ros\u00e9 starb am 5. April 1944 im Konzentrationslager. Um die Todesursache ranken sich verschiedene Spekulationen, sehr wahrscheinlich ist eine Lebensmittelvergiftung.<\/p>\n<p><strong>Orietta Caianiello <\/strong>studierte Klavier bei Aldo Tramma am Konservatorium \u201cSan Pietro a Majella\u201d in Neapel und erwarb, nach Perfektionskursen in Detmold (Deutschland) und London, einen weiteren Studienabschluss am DAMS\/ Universit\u00e4t Roma Tre.<\/p>\n<p>Ihre Erfahrung als Pianistin reicht von ihrer Solistinnent\u00e4tigkeit bis hin zur Kammermusik mit Auftritten in Italien und im Ausland und in zahlreichen Radiosendungen. Gleichzeitig widmet sie sich intensiv der Forschung. Sie ist Inhaberin des Lehrstuhls f\u00fcr Kammermusik am Konservatorium \u201cN. Piccinni\u201d in Bari, dar\u00fcber hinaus unterrichtet sie an der Universit\u00e4t Roma Tre und an der Musikschule in Testaccio.<\/p>\n<p>Ein besonderes Anliegen sind ihr die Forschung und Weiterverbreitung der Werke fr\u00fcherer Komponistinnen, beispielsweise in ihren Projekten \u201cL\u2019Ombra Illuminata. Donne nella musica\u201d am Konservatorium von Bari, das 2021 den Preis des MUR, des italienischen Forschungsministeriums, erhalten hat, und die Studientage \u201cLe Musiciste\u201d in Zusammenarbeit mit der Universit\u00e4t Roma Tre. Dar\u00fcber hinaus ver\u00f6ffentlichte sie zahlreiche Essays und Artikel.<\/p>\n<p>La <strong>Societ\u00e0 delle Letterate (SIL)<\/strong> hat ihren Sitz in der Casa Internazionale delle Donne in Rom. 1995 von Liana Borghi und Annamaria Crispino initiiert, wird die SIL von einer Gruppe von Frauen aus verschiedensten Bereichen der Literatur getragen. Dazu geh\u00f6ren Schriftstellerinnen, Lehrerinnen, Literaturwissenschaftlerinnen, Journalistinnen und Kulturarbeiterinnen. Ihr Ziel ist die weibliche Wissensvermittlung, wobei der Literaturbereich zwar der vorrangige, aber nicht einzige ist. Angeboten werden Tagungen, Seminarreihen, Residenzprojekte, Kurse und interdisziplin\u00e4re und interkulturelle Arbeitsgruppen.<\/p>\n<p><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<\/p>\n<p>Aus Anlass des Giorno della Memoria beleuchtet die Musikwissenschaftlerin Orietta Caianiello (Konservatorium Bari) in einem Vortrag das Leben der \u00f6sterreichischen Geigerin Alma Ros\u00e9 (*1906 in Wien, +1944 im KZ Auschwitz), die nach ihrer Deportation in das Konzentrationslager das sogenannte \u201eM\u00e4dchenorchester von Auschwitz\u201c leitete.<\/p>\n<p>Die Veranstaltung findet in Zusammenarbeit mit der Societ\u00e0 Italiana delle Letterate (SIL) statt. \u00a0<\/p>\n<p>Alma Ros\u00e9 stammte aus einer bekannten Wiener Musikerfamilie, Gustav Mahler war ihr Onkel, Alma Mahler-Werfel ihre Patentante. 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