{"id":12753,"date":"2023-01-03T15:31:41","date_gmt":"2023-01-03T14:31:41","guid":{"rendered":"https:\/\/www.austriacult.roma.it\/?post_type=tribe_events&#038;p=12753"},"modified":"2023-01-25T15:58:57","modified_gmt":"2023-01-25T14:58:57","slug":"elisa-springer-il-silenzio-eloquente-della-memoria","status":"publish","type":"tribe_events","link":"https:\/\/www.austriacult.roma.it\/de\/veranstaltung\/elisa-springer-il-silenzio-eloquente-della-memoria\/","title":{"rendered":"ELISA SPRINGER Il silenzio eloquente della memoria"},"content":{"rendered":"<p><\/p>\n<p><strong>Elisa Springer<\/strong> (1918 Wien \u2013 2004 Matera)\u00a0berichtete bis zu ihrem Tod 2004 unerm\u00fcdlich an italienischen Schulen \u00fcber ihre Verfolgung durch das Naziregime: Geboren 1918 in Wien, \u00fcberlebte sie den Holocaust unter anderem dank einer Scheinehe mit einem italienischen Staatsb\u00fcrger.<br \/>\nDie Ausstellung, die bis 17. Februar 2023 (Mo-Fr, jeweils 9.00-17.00) am Kulturforum Rom zu sehen ist, wurde in Zusammenarbeit mit dem J\u00fcdischen Museum Wien und der Fondazione Elisa Springer A-24020 erstellt.<\/p>\n<p><strong>Elisa Springer<\/strong> wurde in eine b\u00fcrgerliche j\u00fcdische Familie als Tochter von Sidonia (geb. Bauer) und Richard Springer geboren und wuchs in der Strozzigasse in Wien auf. Ihr Vater und sein Schwager waren Eigent\u00fcmer eines Textilgesch\u00e4fts in der Innenstadt. 1938 erlangte Elisa die Lehrbef\u00e4higung f\u00fcr Englisch. Nach dem sogenannten \u201eAnschluss\u201c wurde das Gesch\u00e4ft ihres Vaters enteignet, er selbst verhaftet und noch im selben Jahr im KZ Buchenwald ermordet. Elisa Springer und ihre Mutter wurden aus der Wohnung vertrieben. Sidonia Springer konnte zu Verwandten nach Budapest fliehen, doch ihre Spur verliert sich 1944.<br \/>\nDurch ihre 1939 mit dem Italiener Eliezer Joseph Alfassa geschlossene Ehe war Elisa Springer italienische Staatsb\u00fcrgerin geworden. Ab 1940 lebte sie in Mailand und arbeitete als \u00dcbersetzerin. Sie wurde jedoch verraten, als \u201eSpionin\u201c verhaftet und misshandelt. \u00dcber Verona wurde sie im August 1944 in das Konzentrationslager Auschwitz deportiert und im Oktober 1944\u00a0 ins Lager Bergen-Belsen \u00fcberstellt. Elisa Springer erlebte abgemagert und an Flecktyphus erkrankt das Kriegsende und die Befreiung. Nach dem Krieg kam sie noch kurz ins zerst\u00f6rte Wien und kehrte 1946 endg\u00fcltig nach Italien zur\u00fcck. Ihr weiteres Leben verbrachte sie in Apulien.<\/p>\n<p>Erst im Alter von 68 Jahren war sie in der Lage, ihrem einzigen Sohn Silvio von den traumatischen Erlebnissen zu erz\u00e4hlen. Er ermutigte sie, ihre Erinnerungen niederzuschreiben. 1997 erschien \u201eIl silenzio dei vivi, all\u2019ombra di Auschwitz, un racconto di morte e di resurrezione\u201c (dt. \u201eDas Schweigen der Lebenden. Im Schatten von Auschwitz, eine Erz\u00e4hlung von Tod und Auferstehung\u201c). In der Folge trat sie auch als Zeitzeugin in Schulen auf. Elisa Springer versuchte au\u00dferdem, das Andenken an ihren Gro\u00dfvater, den Komponisten Elkan Bauer, der 1942 im Alter von 90 Jahren im Konzentrationslager Theresienstadt ums Leben kam, zu bewahren. So wurden im Mai 1999 zwei Walzer von Elkan Bauer in Lecce aufgef\u00fchrt. Am 10. Dezember 2002 verlieh die Stadt Matera Elisa Springer die Ehrenb\u00fcrgerw\u00fcrde. In dieser s\u00fcditalienischen Stadt ist die \u201eFondazione Elisa Springer A-24020\u201c untergebracht, die das pers\u00f6nliche Archiv der Holocaust\u00fcberlebenden verwaltet und den \u201eInternationalen Elisa Springer-Preis\u201c vergibt.<\/p>\n<p><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<\/p>\n<p>Elisa Springer (1918 Wien \u2013 2004 Matera)\u00a0berichtete bis zu ihrem Tod 2004 unerm\u00fcdlich an italienischen Schulen \u00fcber ihre Verfolgung durch das Naziregime: Geboren 1918 in Wien, \u00fcberlebte sie den Holocaust unter anderem dank einer Scheinehe mit einem italienischen Staatsb\u00fcrger.<br \/>\nDie Ausstellung, die bis 17. 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