{"id":12748,"date":"2023-01-03T15:23:16","date_gmt":"2023-01-03T14:23:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.austriacult.roma.it\/?post_type=tribe_events&#038;p=12748"},"modified":"2023-01-09T16:01:32","modified_gmt":"2023-01-09T15:01:32","slug":"elisa-springer","status":"publish","type":"tribe_events","link":"https:\/\/www.austriacult.roma.it\/de\/veranstaltung\/elisa-springer\/","title":{"rendered":"Elisa Springer"},"content":{"rendered":"<p><\/p>\n<p><strong>Elisa Springer<\/strong> (1918 Wien &#8211; 2004 Matera)\u00a0berichtete bis zu ihrem Tod 2004 unerm\u00fcdlich an italienischen Schulen \u00fcber ihre Verfolgung durch das Naziregime: Geboren 1918 in Wien, \u00fcberlebte sie den Holocaust unter anderem dank einer Scheinehe mit einem italienischen Staatsb\u00fcrger.<br \/>\nIhre Geschichte, die bisher in zwei B\u00fcchern ver\u00f6ffentlicht wurde, verarbeitete Regisseurin und Schauspielerin <strong>Maria Inversi<\/strong> zu einer Lesung mit ausgew\u00e4hlten Musikst\u00fccken, die Pianistin und S\u00e4ngerin Goar Faradzhian vortr\u00e4gt. In die Ausstellung f\u00fchrt Kuratorin <strong>Sabine Apostolo<\/strong> vom J\u00fcdischen Museum Wien ein, weiters sprechen <strong>Francesca Lopane<\/strong> (Fondazione Elisa Springer A-24020) und Elisa Springers Cousin <strong>Hans Bauer<\/strong>.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong><span style=\"color: #ff0000;\">Ausstellungser\u00f6ffnung<\/span><\/strong><br \/>\n<strong>ELISA SPRINGER Il silenzio eloquente della memoria<br \/>\n<\/strong>Die Ausstellung findet in Zusammenarbeit mit dem J\u00fcdischen Museum Wien und der Fondazione Springer A-24020 statt.<br \/>\nDauer: bis 17. Februar 2023 (Mo-Fr 09.00-17.00)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong><span style=\"color: #ff0000;\">Lesung mit Musik<\/span><\/strong><br \/>\n<strong>ELISA SPRINGER Il silenzio dei vivi<br \/>\n<\/strong>Konzept und Regie: Maria Inversi<br \/>\nGesang und Klavier: Goar Faradzhian<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Elisa Springer<\/strong> wurde in eine b\u00fcrgerliche j\u00fcdische Familie als Tochter von Sidonia (geb. Bauer) und Richard Springer geboren und wuchs in der Strozzigasse in Wien auf. Ihr Vater und sein Schwager waren Eigent\u00fcmer eines Textilgesch\u00e4fts in der Innenstadt. 1938 erlangte Elisa die Lehrbef\u00e4higung f\u00fcr Englisch. Nach dem sogenannten \u201eAnschluss\u201c wurde das Gesch\u00e4ft ihres Vaters enteignet, er selbst verhaftet und noch im selben Jahr im KZ Buchenwald ermordet. Elisa Springer und ihre Mutter wurden aus der Wohnung vertrieben. Sidonia Springer konnte zu Verwandten nach Budapest fliehen, doch ihre Spur verliert sich 1944.<br \/>\nDurch ihre 1939 mit dem Italiener Eliezer Joseph Alfassa geschlossene Ehe war Elisa Springer italienische Staatsb\u00fcrgerin geworden. Ab 1940 lebte sie in Mailand und arbeitete als \u00dcbersetzerin. Sie wurde jedoch verraten, als \u201eSpionin\u201c verhaftet und misshandelt. \u00dcber Verona wurde sie im August 1944 in das Konzentrationslager Auschwitz deportiert und im Oktober 1944\u00a0 ins Lager Bergen-Belsen \u00fcberstellt. Elisa Springer erlebte abgemagert und an Flecktyphus erkrankt das Kriegsende und die Befreiung. Nach dem Krieg kam sie noch kurz ins zerst\u00f6rte Wien und kehrte 1946 endg\u00fcltig nach Italien zur\u00fcck. Ihr weiteres Leben verbrachte sie in Apulien.<br \/>\nErst im Alter von 68 Jahren war sie in der Lage, ihrem einzigen Sohn Silvio von den traumatischen Erlebnissen zu erz\u00e4hlen. Er ermutigte sie, ihre Erinnerungen niederzuschreiben. 1997 erschien \u201eIl silenzio dei vivi, all\u2019ombra di Auschwitz, un racconto di morte e di resurrezione\u201c (dt. \u201eDas Schweigen der Lebenden. Im Schatten von Auschwitz, eine Erz\u00e4hlung von Tod und Auferstehung\u201c). In der Folge trat sie auch als Zeitzeugin in Schulen auf.\u00a0<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Maria Inversi<\/strong> absolvierte nach ihrer Ausbildung in Schauspiel, Fremdsprachen und Journalismus eine Weiterbildung am Theater an der Sorbonne Censier III. Regie- und Tanzstudium bei diversen Lehrern. Als Autorin und Theaterregisseurin ver\u00f6ffentlichte sie eine Reihe von Texten f\u00fcr das Theater, dramaturgische Texte, Lyrik und einen Roman bei Castelvecchi (2022). Sie leitet Seminare und unterrichtete an der Roma 3.\u00a0\u00a0<br \/>\n<span style=\"text-decoration: underline; color: #0000ff;\"><a style=\"color: #0000ff; text-decoration: underline;\" href=\"http:\/\/www.teatroedonne-inversi.it\">www.teatroedonne-inversi.it<\/a><\/span>, <span style=\"text-decoration: underline;\"><span style=\"color: #0000ff; text-decoration: underline;\">www.<a style=\"color: #0000ff; text-decoration: underline;\" href=\"http:\/\/Alfabeticomuni.it\">Alfabeticomuni.it<\/a><\/span><\/span>, <a href=\"http:\/\/www.facebook.com\/marinversi\"><span style=\"text-decoration: underline;\"><span style=\"color: #0000ff; text-decoration: underline;\">Facebook<\/span><\/span><\/a>, <span style=\"text-decoration: underline;\"><span style=\"color: #0000ff;\"><a style=\"color: #0000ff; text-decoration: underline;\" href=\"http:\/\/www.youtube.com\/channel\/UCYRnq0K23ajV6MXM7IM1bcw\">Youtube<\/a><\/span><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<\/p>\n<p>Elisa Springer (1918 Wien &#8211; 2004 Matera)\u00a0berichtete bis zu ihrem Tod 2004 unerm\u00fcdlich an italienischen Schulen \u00fcber ihre Verfolgung durch das Naziregime: Geboren 1918 in Wien, \u00fcberlebte sie den Holocaust unter anderem dank einer Scheinehe mit einem italienischen Staatsb\u00fcrger.<br \/>\nIhre Geschichte, die bisher in zwei B\u00fcchern ver\u00f6ffentlicht wurde, verarbeitete Regisseurin und Schauspielerin Maria Inversi zu einer Lesung mit ausgew\u00e4hlten Musikst\u00fccken, die Pianistin und S\u00e4ngerin Goar Faradzhian vortr\u00e4gt. 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