{"id":12334,"date":"2022-09-29T12:16:02","date_gmt":"2022-09-29T10:16:02","guid":{"rendered":"https:\/\/www.austriacult.roma.it\/?post_type=tribe_events&#038;p=12334"},"modified":"2022-09-30T11:17:40","modified_gmt":"2022-09-30T09:17:40","slug":"eva-menasse-3","status":"publish","type":"tribe_events","link":"https:\/\/www.austriacult.roma.it\/de\/veranstaltung\/eva-menasse-3\/","title":{"rendered":"EVA MENASSE"},"content":{"rendered":"<p><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In Zusammenarbeit mit dem \u00d6sterreichischen Kulturforum l\u00e4dt das Goethe-Institut zu einer Lesung mit <strong>Eva Menasse ein<\/strong>. Gespr\u00e4chspartner David Amster, Lektor OeAD an der Universit\u00e4t Neapel \u201cL\u2019Orientale\u201d. Moderation: Valentina Di Rosa, Professorin f\u00fcr zeitgen\u00f6ssische deutschsprachige Literatur an der Universit\u00e4t \u201cL\u2019Orientale\u201d. Menasse stellt ihre zuletzt auf Italienisch erschienenen B\u00fccher \u00bbTiere f\u00fcr Fortgeschrittene\u00ab (Kiepenheuer &amp; Witsch, <em>Animali per esperti<\/em>, \u00dcbersetzung von\u00a0 Francesca Gabelli, Bompiani 2019)\u00a0 und \u00bbL\u00e4ssliche Tods\u00fcnden\u00ab\u00a0 (Kiepenheuer &amp; Witsch, <em>Peccati capitali veniali<\/em>,\u00a0 \u00fcbersetzt von den\u00a0 StudentInnen der Universit\u00e4t Roma 3, unter Leitung von Prof. Susanne Lippert) vor. Die Veranstaltung findet in italienischer und deutscher Sprache statt, mit konsekutiver \u00dcbersetzung<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Eva Menasse<\/strong>, geboren 1970 in Wien, begann als Journalistin und deb\u00fctierte im Jahr 2005 mit dem Familienroman \u00bbVienna\u00ab. Es folgten Romane und Erz\u00e4hlungen (\u00bbL\u00e4ssliche Tods\u00fcnden\u00ab, \u00bbQuasikristalle\u00ab, \u00bbTiere f\u00fcr Fortgeschrittene\u00ab), die vielfach ausgezeichnet und \u00fcbersetzt wurden. Preise (Auswahl): Heinrich-B\u00f6ll-Preis, Friedrich-H\u00f6lderlin-Preis, Jonathan-Swift-Preis, \u00d6sterreichischer Buchpreis, Mainzer Stadtschreiber-Preis und das Villa-Massimo-Stipendium in Rom. Eva Menasse bet\u00e4tigt sich zunehmend auch als Essayistin und erhielt daf\u00fcr 2019 den Ludwig-B\u00f6rne-Preis. Sie lebt seit \u00fcber 20 Jahren in Berlin.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Valentina Di Rosa<\/strong>, Germanistin, \u00dcbersetzerin, Wissenschaftlerin f\u00fcr moderne und zeitgen\u00f6ssische Lyrik, lehrt Deutsche Literatur und Literarische \u00dcbersetzung (Deutsch\/Italienisch) am Institut f\u00fcr Literatur-, Sprach- und Vergleichswissenschaft (DLLC) der Universit\u00e4t \u201eL\u2019Orientale\u201c. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen auf der Literatur des 20. und 21. Jahrhunderts. Sie hat ein gro\u00dfes Repertoire an Texten (Lyrik, Belletristik, Theater, Sachb\u00fccher) von Autoren und Autorinnen der modernen und zeitgen\u00f6ssischen Literatur ins Italienische \u00fcbersetzt, darunter Else Lasker-Sch\u00fcler, Christoph Hein, Heiner M\u00fcller, Durs Gr\u00fcnbein, Raoul Schrott, Ingo Schulze, Lutz Seiler. Seit 2009 leitet sie in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut, dem Italienischen Institut f\u00fcr Philosophische Studien und dem Literarischen Colloquium Berlin das Internationale Forschungslabor f\u00fcr Literatur des 21. Jahrhunderts \u201escritture<em>letture<\/em>tedesche. Laborgespr\u00e4che mit deutschsprachigen AutorInnen der Gegenwart\u201c (bis 2013 mit Sergio Corrado).<\/p>\n<p><strong>David Amster<\/strong> (Wien 1994) ist Lektor f\u00fcr deutsche Sprache, \u00f6sterreichische Kultur und Literatur an der Universit\u00e4t Neapel \u201eL\u2019Orientale\u201c. Seit Abschluss seines Studiums an der Universit\u00e4t Wien ist er in der Sprach- und Kulturvermittlung t\u00e4tig und hat dabei in unterschiedlichen Bildungseinrichtungen verschiedene Zielgruppen von jung bis alt unterrichtet. Sein besonderes Interesse gilt der Fremdsprachendidaktik unter R\u00fcckgriff auf die Muttersprachen der Lernenden. Durch die Organisation und Teilnahme an mehreren Schul- und Studierendenaustausche bzw. internationalen Projekten, wie dem Comenius-Programm und Erasmus +, konnte er sein sprachen- und kulturbezogenes Wissen vertiefen und erweitern.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Tiere f\u00fcr Fortgeschrittene <\/strong>(Animali per esperti, \u00dcbersetzung Francesca Gabelli)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Raupen, die sich ihr eigenes Grab schaufeln, Haie, die k\u00fcnstlich beatmet werden, Enten, die noch im Schlaf nach Fressfeinden Ausschau halten, Schafe, die ihre Wolle von selbst abwerfen. Jede von Eva Menasses Erz\u00e4hlungen geht von einer kuriosen Tiermeldung aus und widmet sich doch ganz der Gattung Mensch. Wie in ihrem ersten, hochgelobten Erz\u00e4hlungsband \u00bbL\u00e4ssliche Tods\u00fcnden\u00ab studiert sie ihre Objekte mit einem liebevollen und unerbittlichen Forscherinnenblick. Jahrelang hat Eva Menasse Tiermeldungen gesammelt, die ihr, wie umgekehrte Fabeln, etwas \u00fcber menschliche Verhaltensweisen zu verraten schienen. Wer daran Vergn\u00fcgen hat, kann teilhaben am Gestaltungsprinzip ihrer Erz\u00e4hlungen, indem er Mustern und Motiven nachsp\u00fcrt. Alle anderen Leser werden sich, wie bei Menasses bisherigen B\u00fcchern, von ihrem erz\u00e4hlerischen Talent mitrei\u00dfen lassen, einer Mischung aus pointiertem Witz, Geheimnis und melancholischem Ernst. (Kiepenheuer &amp; Witsch)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>L\u00e4ssliche Tods\u00fcnden <\/strong>(Peccati capitali veniali, \u00dcbersetzung durch die StudentInnen der Universit\u00e4t Roma 3, unter Leitung von Prof. Susanne Lippert. 2022 erhielt Dafne Graziano f\u00fcr ihre \u00dcbersetzung des Kapitels \u201eHochmut\u201c den F\u00f6rderpreis des Deutsch-Italienischen \u00dcbersetzerpreises.) \u00a0<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In einer postmodernen Gesellschaft forscht Eva Menasse nach archaischen Mustern. Sie sp\u00fcrt den sieben Tods\u00fcnden nach und findet Tr\u00e4gheit und Gefr\u00e4\u00dfigkeit, Wollust und Hochmut, Zorn, Neid und Habgier in den Taten ihrer ganz und gar weltlichen Protagonisten. Wie schon in ihrem Deb\u00fctroman \u00bbVienna\u00ab erz\u00e4hlt sie mit der ihr eigenen Mischung aus Poesie und Komik Geschichten, die einem nicht mehr aus dem Kopf gehen. Auf Gott k\u00f6nnen wir l\u00e4ngst verzichten. Doch haben wir damit auch die S\u00fcnde abgeschafft? Anhand der alten Lehre von den sieben Tods\u00fcnden widmet sich Eva Menasse den gro\u00dfen Themen der Literatur: Liebe und Hass, Schuld und Vergebung. Denn die Menschen verfehlen einander auch heute aus denselben Gr\u00fcnden wie vor Jahrhunderten. Leidenschaftlich und liebevoll geht die Autorin mit ihren Figuren ins Gericht. Hinter den Fassaden, da, wo die S\u00fcnden sind, steckt schlie\u00dflich der menschliche Kern. Und so wie die einzelnen Tods\u00fcnden einander ber\u00fchren und ineinander \u00fcbergehen, tun es auch diese Geschichten. Orte und Figuren tauchen auf und kehren wieder, Zusammenh\u00e4nge erschlie\u00dfen sich quer durch die Kapitel \u2013 wie in \u00bbVienna\u00ab erschafft Eva Menasse mit unverwechselbarem Witz und erz\u00e4hlerischer Rasanz ein gro\u00dfes Ganzes. (Kiepenheuer &amp; Witsch)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bisher auf Italienisch erschienen: \u00bbTutto il resto \u00e8 di primaria importanza\u00ab (Frassinelli 2006; Originaltitel: \u00bbVienna\u00ab), \u00bbAnimali per esperti\u00ab (Bompiani 2019; Originaltitel: \u00bbTiere f\u00fcr Fortgeschrittene\u00ab), \u00bbPeccati capitali veniali\u00ab (Mimesis, 2021; Originaltitel \u00bbL\u00e4ssliche Tods\u00fcnden\u00ab).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut Neapel, der Universit\u00e4t Neapel \u201cL\u2019Orientale\u201d und dem Literaturverein A Voce Alta<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00a0<\/p>\n<p><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In Zusammenarbeit mit dem \u00d6sterreichischen Kulturforum l\u00e4dt das Goethe-Institut zu einer Lesung mit Eva Menasse ein. Gespr\u00e4chspartner David Amster, Lektor OeAD an der Universit\u00e4t Neapel \u201cL\u2019Orientale\u201d. 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