KINO – SOTTO LE STELLE DELL’AUSTRIA


BROSCHÜRE – komplettes Programm

Dienstag, 21. Juni, 20.30 Uhr
GROSSE FREIHEIT
(2021, 117′) von Sebastian Meise
mit Franz Rogowski, Georg Friedrich, Thomas Prenn

In seinem Film „Große Freiheit“ erinnert Regisseur Sebastian Meise an ein dunkles Kapitel deutscher Geschichte: Die Kriminalisierung schwuler Männer durch den Paragraf 175. Diese vergessene Geschichte macht der Film „Die große Freiheit“ beklemmend anschaulich. Im Zentrum der Geschichte steht die Freundschaft zwischen Hans und dem eigentlich homophoben Viktor (Georg Friedrich), der wegen Mord im Gefängnis ist, und den er im Lauf der Jahrzehnte in verschiedenen Gefängnissen immer wieder trifft. Aus anfänglicher Abneigung entwickelt sich über die Jahre eine Verbindung gegenseitigen Respekts. Eine Schicksalsgemeinschaft, verbunden durch eine unstillbare Sehnsucht nach Freiheit und Leben.

Der Film wird von Eva Sangiorgi, der Leiterin der Viennale, im Gespräch mit Kurator Stefano Finesi vorgestellt. 

 

Donnerstag, 23. Juni, 21.00 Uhr
HINTERLAND 
(2021, 99‘) von Stefan Ruzowitzky
mit Murathan Muslu, Liv Lisa Fries, Max von der Groeben

Wien, 1920. Der Polizist und Kriminologe Peter Perg kehrt nach sieben Jahren als Kriegsgefangener nach Wien zurück. Dort muss er feststellen, dass ein Serienkiller es auf seine ehemaligen Kameraden abgesehen hat. Daraufhin nimmt er die Ermittlungen auf und macht sich auf die Suche nach dem Täter. Währenddessen wird er in einer düsteren Welt, in der seine Glaubenssysteme zerstört sind, von seiner Vergangenheit eingeholt.

 

Dienstag, 28. Juni, 20.30 Uhr
RIMINI 
(2022, 114′) von Ulrich Seidl
mit Michael Thomas, Hans-Michael Rehberg, Tessa Göttlicher

Richie Bravo, einst ein gefeierter Schlagerstar, jagt im winterlichen Rimini seinem verblichenen Ruhm hinterher. Mit Auftritten vor Bustouristen und Liebesdiensten an weiblichen Fans finanziert er seinen ausschweifenden Lebensstil zwischen Dauerrausch und Spielsucht. Doch dann steht eines Tages seine erwachsene Tochter Tessa (Tessa Göttlicher) vor seiner Tür und fordert den Unterhalt ein, den er nie bezahlt hat… Eine Eloge auf die Kaputtgegangenen und Gescheiterten, aufgerieben zwischen Geldwert und Amore, gefasst in klare Seidl-Kompositionen, die noch den letzten Rest Wahrheit herauskratzen aus dieser aufreibenden Familienaufstellung. Bester Spielfilm der Diagnonale 2022.

Der Film wird von Sebastian Höglinger und Peter Schernhuber, den Leitern der Diagonale, im Gespräch mit Kurator Stefano Finesi vorgestellt. 

 

Donnerstag, 30. Juni, 21.00 Uhr
MÄRZENGRUND 
(2022, 114′) von Adrian Goiginger
mit Jakob Mader, Johannes Krisch, Harald Windisch

Im Tiroler Zillertal, dem Märzengrund, wächst der Teenager Elias in den 1970er Jahren unter den traditionsgenormten Vorstellungen der Eltern über sein künftiges Leben auf. Zwischen Heugabeln, Stallausmisten und Holzhacken flieht er, versteckt vor seinem Vater, mit Romanen gedanklich aus der hiesigen Welt. Als seine erste Liebe, eine geschiedene Frau, von den Eltern mit allen Mitteln verhindert wird, kehrt Elias dem Tal enttäuscht den Rücken. Regisseur Adrian Goiginger (Die beste aller Welten) hat sich mit der Verfilmung des gleichnamigen Felix-Mitterer-Stücks der Geschichte eines Aussteigers angenommen. 

 

Dienstag, 5. Juli, 20.30 Uhr
FUCHS IM BAU
(2020, 103′) von Arman T. Riahi
mit Aleksandar Petrovic, Maria Hofstätter, Sibel Kekilli

Der Lehrer Fuchs unterrichtet normalerweise an einer Mittelschule. Eines Tages muss er sich allerdings als Lehrer in einem Gefängnis beweisen. Durch unkonventionelle Methoden seiner Kollegin entdeckt er nicht nur seine Kreativität wieder. Mehr und mehr beschäftigt er sich mit einer in sich gekehrten und überaus aggressiven  Schülerin. Das Trauma, das sich hinter ihr verbirgt, rührt zugleich an Erschütterungen, die sein eigenes Leben aus der Bahn geworfen haben. Mehrfach ausgezeichnet, konnte der Regisseur an den Erfolg seiner Culture Clash Komödie Die Migrantigen anschließen.

Der Film wird von Regisseur Arman T. Riahi im Gespräch mit Kurator Stefano Finesi vorgestellt.

 

Mittwoch, 6. Juli, 21.00 Uhr
RISIKEN UND NEBENWIRKUNGEN
(2021, 100′) von Michael Kreihsl
mit Samuel Finzi, Pia Hierzegger, Inka Friedrich, Thomas Mraz

Kathrin (Inka Friedrich) braucht eine neue Niere. Ihr Mann Arnold (Samuel Finzi) könnte ihr seine spenden. Doch ganz so eilig hat er es nicht, seiner Frau mit dem lebenswichtigen Organ selbstlos zur Seite zu stehen. Der gemeinsame Freund Götz (Thomas Mraz) stellt sich hingegen ohne zu Zögern als Spender zur Verfügung. Das wiederum missfällt seiner Frau Diana (Pia Hierzegger).
Zwei potenzielle Spendernieren als Zerreißprobe für zwei Ehen und die Freundschaft zwischen vier Menschen. Ein Film über den Blick auf alles, was selbstverständlich scheint. Und darüber, wie sehr man sich täuschen kann. Eine Komödie über existenzielle Liebe, die nicht an die Nieren, sondern direkt ans Herz geht.

Alle Filme in Originalfassung mit italienischen Untertiteln. 

EINTRITT FREI NACH VORANMELDUNG
Anmeldung per Mail an: prenotazione.forumaustriaco@gmail.com
Bitte geben Sie Vor- und Nachnamen und den gewünschten Film an. Anmeldefrist bis 12.00 Uhr des Vorführtages.
Die Anmeldungen werden in der Reihenfolge ihres Eintreffens berücksichtigt und sind erst mit Bestätigungsmail durch das KF gültig.